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Bayer Aktie: Hoffnung aus Pharma

Bayer erzielt mit dem Krebsmedikament Xofigo in einer wichtigen Studie einen Erfolg, bleibt jedoch durch anhaltende Glyphosat-Verfahren in den USA belastet. Die Aktie zeigt sich technisch geschwächt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Studie erreicht primären Endpunkt für Prostatakrebs-Therapie
  • Anhaltende juristische Risiken durch US-Glyphosat-Klagen
  • Aktienkurs notiert deutlich unter 50-Tage-Durchschnitt
  • Goldman Sachs reduziert Stimmrechtsanteil bei Bayer

Bayer liefert in der Pharmasparte ein Signal, das Anleger nach den vielen Schlagzeilen rund um Rechtsrisiken lange vermisst haben: Das Krebsmedikament Xofigo hat in einer wichtigen Studie überzeugt. Doch kann so ein Studiendurchbruch die anhaltende Unsicherheit durch die Glyphosat-Verfahren in den USA spürbar überdecken?

Xofigo-Studie erreicht primären Endpunkt

Am 26. Februar veröffentlichte Bayer finale Daten der Phase-III-Studie PEACE-3. Im Mittelpunkt stand eine Kombinationstherapie aus Xofigo (Radium-223) und Enzalutamid bei Patienten mit einer bestimmten Form von Prostatakrebs.

Das Ergebnis: Die Studie zeigte einen statistisch signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben – und traf damit den primären Endpunkt. Für Bayer ist das vor allem deshalb relevant, weil es den Wert eines bestehenden Medikaments durch einen neuen Therapieansatz erweitert und die Onkologie-Pipeline stützt.

Juristische Baustellen bleiben der Gegenwind

Der positive Studienspin kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bayer in den USA weiter mit den Glyphosat-/Roundup-Verfahren ringt. Diese Auseinandersetzungen binden Ressourcen und sorgen für Unsicherheit.

Zuletzt reichte die Bayer-Tochter Monsanto am 23. Februar Schriftsätze für eine wichtige Verhandlung vor dem US Supreme Court ein. Zusätzlich steht ein vorgeschlagener Vergleich in Milliardenhöhe zur Beilegung Tausender Klagen im Raum – allerdings noch unter dem Vorbehalt einer gerichtlichen Genehmigung.

Aktie leicht schwächer, technische Lage auffällig

An der Börse blieb die Reaktion heute verhalten: Die Aktie schloss bei 41,75 Euro (-0,29%). Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 7,19% zu Buche, obwohl der Titel über zwölf Monate kräftig zulegen konnte.

Auffällig ist der sehr niedrige RSI (14 Tage) von 19,6 – ein Wert, der die zuletzt deutliche Abkühlung unterstreicht. Gleichzeitig notiert der Kurs knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt (42,69 Euro), liegt aber weiterhin klar über dem 200-Tage-Durchschnitt (32,07 Euro).

Goldman Sachs reduziert Stimmrechtsanteil

Unabhängig vom operativen Newsflow meldete Bayer heute zudem eine Stimmrechtsveränderung: Goldman Sachs reduzierte den Anteil. Die Stimmrechte sanken mit Wirkung zum 23. Februar auf 6,34% nach zuvor 6,91%.

Zumindest operativ ist die Richtung damit klar: Nach dem PEACE-3-Erfolg liefert Bayer im Pharmageschäft positive Substanz, während der Kurs kurzfristig eher von der Gemengelage aus Rechtsunsicherheit und Marktstimmung geprägt bleibt.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.