Bayer liefert in der Pharmasparte ein Signal, das Anleger nach den vielen Schlagzeilen rund um Rechtsrisiken lange vermisst haben: Das Krebsmedikament Xofigo hat in einer wichtigen Studie überzeugt. Doch kann so ein Studiendurchbruch die anhaltende Unsicherheit durch die Glyphosat-Verfahren in den USA spürbar überdecken?
Xofigo-Studie erreicht primären Endpunkt
Am 26. Februar veröffentlichte Bayer finale Daten der Phase-III-Studie PEACE-3. Im Mittelpunkt stand eine Kombinationstherapie aus Xofigo (Radium-223) und Enzalutamid bei Patienten mit einer bestimmten Form von Prostatakrebs.
Das Ergebnis: Die Studie zeigte einen statistisch signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben – und traf damit den primären Endpunkt. Für Bayer ist das vor allem deshalb relevant, weil es den Wert eines bestehenden Medikaments durch einen neuen Therapieansatz erweitert und die Onkologie-Pipeline stützt.
Juristische Baustellen bleiben der Gegenwind
Der positive Studienspin kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bayer in den USA weiter mit den Glyphosat-/Roundup-Verfahren ringt. Diese Auseinandersetzungen binden Ressourcen und sorgen für Unsicherheit.
Zuletzt reichte die Bayer-Tochter Monsanto am 23. Februar Schriftsätze für eine wichtige Verhandlung vor dem US Supreme Court ein. Zusätzlich steht ein vorgeschlagener Vergleich in Milliardenhöhe zur Beilegung Tausender Klagen im Raum – allerdings noch unter dem Vorbehalt einer gerichtlichen Genehmigung.
Aktie leicht schwächer, technische Lage auffällig
An der Börse blieb die Reaktion heute verhalten: Die Aktie schloss bei 41,75 Euro (-0,29%). Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 7,19% zu Buche, obwohl der Titel über zwölf Monate kräftig zulegen konnte.
Auffällig ist der sehr niedrige RSI (14 Tage) von 19,6 – ein Wert, der die zuletzt deutliche Abkühlung unterstreicht. Gleichzeitig notiert der Kurs knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt (42,69 Euro), liegt aber weiterhin klar über dem 200-Tage-Durchschnitt (32,07 Euro).
Goldman Sachs reduziert Stimmrechtsanteil
Unabhängig vom operativen Newsflow meldete Bayer heute zudem eine Stimmrechtsveränderung: Goldman Sachs reduzierte den Anteil. Die Stimmrechte sanken mit Wirkung zum 23. Februar auf 6,34% nach zuvor 6,91%.
Zumindest operativ ist die Richtung damit klar: Nach dem PEACE-3-Erfolg liefert Bayer im Pharmageschäft positive Substanz, während der Kurs kurzfristig eher von der Gemengelage aus Rechtsunsicherheit und Marktstimmung geprägt bleibt.
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