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Bayer Aktie: Glyphosat-Vergleich im Blick?

Jefferies setzt Bayer trotz höherem Kursziel vorsichtiger an als andere Analysehäuser; zudem meldete der Konzern zwei Arzneimittelzulassungen in China.

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Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Jefferies erhöht Ziel auf 48,50 Euro
  • Goldman Sachs bestätigt Kaufempfehlung
  • Zwei Bayer-Medikamente in China zugelassen
  • Monsanto gewinnt einstimmiges Juryurteil

Jefferies hat am Freitag das Kursziel für Bayer von 46 auf 48,50 Euro angehoben und die Einstufung „Hold“ beibehalten. Analyst Michael Leuchten beließ seine Prognosen laut dpa-AFX dennoch am unteren Rand der Unternehmens-Zielspanne. Bei seiner Einschätzung richtete er den Blick auf den Glyphosat-Vergleich.

Die Bayer-Aktie schloss am Freitag bei 55,08 € und damit über dem angehobenen Jefferies-Kursziel. Das Analysehaus bleibt mit seiner Bewertung zurückhaltender als andere Häuser, die nach den Quartalszahlen ebenfalls ihre Zielmarken erhöhten.

Unterschiedliche Bewertungen der Pharmaaussichten

Goldman Sachs hob das Kursziel am Mittwoch von 63,50 auf 66,00 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Medienberichten zufolge gehörten insbesondere die Entwicklung und die Wachstumsaussichten der Pharmasparte zu den Gründen für die Aufwertungen durch Analysten nach den Quartalszahlen.

Aus diesem Geschäftsbereich meldete Bayer am Mittwoch eine Zulassung: Die chinesische Arzneimittelbehörde NMPA erlaubte Sevabertinib als Erstlinienbehandlung für Erwachsene mit fortgeschrittenem HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Nach Unternehmensangaben basiert die Entscheidung auf Ergebnissen der laufenden Phase-I/II-Studie SOHO-01.

Bereits am 26. Oktober hatte die NMPA Asundexian unter dem Markennamen Sunharbo zugelassen. Die Zulassung betrifft die Verringerung des Schlaganfallrisikos bei Erwachsenen nach nicht-kardioembolischem ischämischem Schlaganfall oder Hochrisiko-TIA. Bayer bezeichnete das Mittel als ersten in China verfügbaren Faktor-XIa-Hemmer.

Prozesserfolg und strategischer Kurs

Im Rechtsstreit um Roundup erzielte die Bayer-Tochter Monsanto am 30. Oktober einen Erfolg. Eine Jury in St. Louis entschied einstimmig gegen drei Klägerinnen. Reuters wertete den Ausgang als positiven Test für die nach dem Urteil des US Supreme Court verbleibenden Klagewege.

Vorstandschef Bill Anderson erklärte am Dienstag Medienberichten zufolge, eine Konzernaufspaltung stehe nicht auf der Agenda. Bayer wolle sich auf Innovationen und Schuldenabbau konzentrieren.

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