Bayers Tochtergesellschaft Monsanto hat am 30. Oktober einstimmig einen Glyphosat-Prozess in Missouri gewonnen. Nach Angaben von Bayer war dies der erste Roundup-Fall, der nach dem Urteil des US Supreme Court im Fall Durnell vor Gericht verhandelt wurde. Bayer zufolge konnte die Klägerseite nach dieser Entscheidung keine Beweise für alternative Klagebegründungen vorlegen.
Neue Zulassung und positive Studiendaten
Auch im Pharmageschäft meldete Bayer Fortschritte. Am 26. Oktober ließ Chinas Arzneimittelbehörde NMPA Asundexian unter dem Namen Sunharbo zu. Die Zulassung betrifft die Senkung des Schlaganfallrisikos bei Erwachsenen nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA. Bayer bezeichnete das Mittel als weltweit ersten zugelassenen Faktor-XIa-Hemmer.
Bereits am 24. Oktober hatte Bayer Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP veröffentlicht. Darolutamid zusätzlich zu Androgendeprivationstherapie und Strahlentherapie senkte bei Prostatakrebspatienten mit hohem Rückfallrisiko das kombinierte Risiko für Metastasen oder Tod um 58 Prozent gegenüber Placebo. Es handelt sich um Zwischenergebnisse; die untersuchte Behandlung umfasst die Kombination der genannten Therapien.
Höheres operatives Ergebnis
Für das dritte Quartal 2026 meldete Bayer am Dienstag einen Konzernumsatz von 10,053 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 1,615 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,31 Euro.
Bayer hob am Dienstag außerdem den Jahresausblick für die Pharmaceuticals-Marge, das EBITDA vor Sondereinflüssen und den Free Cashflow an. Für das bereinigte Konzern-EBITDA erwartet das Unternehmen bei konstanten Wechselkursen 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro. Zugleich rechnet Bayer mit einer geringeren Nettofinanzverschuldung.
Gestern setzte die Aktie Medienberichten zufolge nach einer starken Handelswoche zu Gewinnmitnahmen an. Sie verlor 0,7% und schloss bei 55,08 €.
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