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Bayer Aktie: FIND-CKD-Daten beim ERA-Kongress am 5. Juni

Positive Phase-III-Daten zu Kerendia bei nicht-diabetischer Nierenerkrankung treiben Bayer-Aktie an. FDA-Zulassungserweiterung rückt näher.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kerendia-Studie erreicht primären Endpunkt
  • Neue Indikation ohne Diabetes möglich
  • Bayer-Aktie legt um knapp 3% zu
  • FDA-Einreichung für 2026 geplant

Während Bayer seit Monaten unter Rechtsrisiken leidet, liefert der Konzern heute ein Gegensignal aus der Pharmapipeline. Am 5. Juni präsentiert Bayer beim ERA-Kongress in Glasgow erstmals vollständige Daten aus der Phase-III-Studie FIND-CKD — und der Markt reagiert positiv.

Was FIND-CKD bedeutet

Die Studie untersucht Kerendia (Wirkstoff: Finerenon) bei Erwachsenen mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung. Das ist relevant, weil Kerendia in den USA bislang nur für CKD-Patienten mit Typ-2-Diabetes sowie bei bestimmter Herzinsuffizienz zugelassen ist. Eine Erweiterung auf nicht-diabetische CKD wäre ein neues Marktsegment.

Das positive Signal liegt bereits vor: Im März 2026 teilte Bayer mit, dass FIND-CKD den primären Endpunkt erreicht hat. Finerenon zeigte gegenüber Placebo eine statistisch signifikante Verbesserung der geschätzten glomerulären Filtrationsrate über 32 Monate. Mehr als 1.500 Patienten nahmen an der Studie teil — laut Bayer die bislang größte Phase-III-Studie in dieser Indikation.

Beim ERA-Kongress folgen nun die Details. Bayer präsentiert neben FIND-CKD auch eine Subgruppenanalyse bei Glomerulonephritis sowie erste Ergebnisse der gepoolten INFINITY-Analyse. Diese fasst Daten aus drei Phase-III-Studien zusammen: FIDELIO-DKD, FIGARO-DKD und FIND-CKD.

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Pharma stabilisiert — aber unter Druck

Kerendia ist für Bayer kein Randprodukt. Im ersten Quartal 2026 erzielte die Pharma-Sparte einen Umsatz von 4,249 Milliarden Euro. Kerendia und Nubeqa glichen dabei Rückgänge bei Xarelto und Eylea aus. Für 2026 plant Bayer eine erste Einreichung bei der FDA zur Erweiterung der Kerendia-Zulassung auf nicht-diabetische CKD.

Die Kursentwicklung zeigt das Spannungsfeld. Die Aktie legt heute 2,93 Prozent auf 35,53 Euro zu — liegt damit aber noch rund 7,6 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und fast 29 Prozent unter dem Februar-Hoch von 49,93 Euro. Über 30 Tage steht ein Minus von gut 6 Prozent.

Die vollständigen FIND-CKD-Daten morgen früh ab 11:15 Uhr britischer Zeit werden zeigen, ob das Topline-Ergebnis aus dem März trägt. Fällt die Datenpräsentation überzeugend aus, dürfte Bayer den FDA-Einreichungsprozess für die neue Indikation beschleunigen.

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