Bayer stehen laut einem Bloomberg-Bericht vom Dienstag in den kommenden zwei Monaten wichtige Entscheidungen bevor. Der Bericht verweist dabei auf die noch ausstehende US-Zulassung von Asundexian. Für das Mittel hat das Unternehmen am Montag bereits eine Zulassung in China gemeldet.
Asundexian und Darolutamid im Fokus
Die chinesische Arzneimittelbehörde NMPA ließ Asundexian unter dem Markennamen Sunharbo zur Senkung des Schlaganfallrisikos zu. Die Zulassung gilt für Erwachsene nach einem nicht kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA. Bayer bezeichnete das Präparat als weltweit ersten zugelassenen Faktor-XIa-Hemmer.
Weitere klinische Ergebnisse veröffentlichte Bayer am Samstag zu Darolutamid. In einer Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP verringerte der Wirkstoff zusätzlich zu Androgendeprivationstherapie und Strahlentherapie das Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber Placebo um 58 Prozent. Untersucht wurden Prostatakrebspatienten mit hohem Rückfallrisiko.
Die Vier-Jahres-Rate des metastasenfreien Überlebens betrug unter der Kombination mit Darolutamid 95 Prozent, gegenüber 88 Prozent in der Vergleichsgruppe. Die Risikoverringerung bezog sich auf den kombinierten primären Endpunkt aus Metastasen oder Tod.
Weitere Studie und Quartalsbericht
Auch die Bayer-Tochter Vividion Therapeutics meldete einen Entwicklungsschritt: Am 15. Oktober erhielt der erste Patient in einer globalen Phase-II-Studie die Behandlung mit VVD-214 plus Pembrolizumab. Die Kombination wird als Erstlinienbehandlung bei fortgeschrittenem MSI-hohem oder dMMR-Darmkrebs untersucht.
Zu Finerenon berichtete Bayer außerdem über neue Analysen der Phase-III-Studie FIND-CKD bei chronischer Nierenerkrankung ohne Diabetes. In den untersuchten Patientengruppen zeigten sich nach Unternehmensangaben konsistente Effekte auf Proteinurie und den Verlust der Nierenfunktion.
Der nächste angekündigte Berichtstermin ist der 3. November. Für denselben Tag sind ein Investoren-Videocall und ein Medien-Update vorgesehen.
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