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Symbolbild, KI-generiert

Bayer Aktie: Entscheidende Woche

Bayer veröffentlicht Jahreszahlen 2025, während der milliardenschwere Glyphosat-Vergleich in den USA auf der Kippe steht. Die Onkologie-Sparte meldet zugleich einen klinischen Erfolg.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kritische Anhörung zum Roundup-Vergleich am Mittwoch
  • Jahresbericht 2025 wird zeitgleich veröffentlicht
  • Onkologie-Medikament senkt Sterberisiko deutlich
  • Partnerschaft mit John Deere in digitaler Landwirtschaft

Am Mittwoch treffen zwei Ereignisse zusammen, die über die Zukunft des Leverkusener Konzerns entscheiden könnten: die Veröffentlichung des Jahresberichts 2025 und eine kritische Anhörung zum milliardenschweren Roundup-Vergleich. Während Bayer mit positiven Onkologie-Daten punktet, droht der geplante Rechtsfrieden zu platzen.

Vergleich unter Beschuss

Der für 7,25 Milliarden US-Dollar ausgehandelte Roundup-Vergleich gerät unter massiven Druck. Eine Allianz aus 14 Anwaltskanzleien, die rund 20.000 Kläger vertritt, fordert die Verschiebung der für Mittwoch angesetzten Anhörung in Missouri. Das über 600 Seiten umfassende Vergleichspaket sei erst am 17. Februar zugestellt worden – für eine angemessene Prüfung sei das zu wenig Zeit. Die Kanzleien verlangen eine Frist von mindestens 60 Tagen.

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten stiegen auf 11,8 Milliarden Euro, davon entfallen 9,6 Milliarden Euro auf Glyphosat-Fälle. Für 2026 erwartet Bayer einen negativen Free Cashflow, getrieben durch Vergleichszahlungen von rund 5 Milliarden Euro. Die Finanzierung soll über eine Kreditlinie von 8 Milliarden US-Dollar sowie Anleihen sichergestellt werden.

Supreme Court als Plan B

Sollte der Missouri-Vergleich scheitern, setzt das Management auf den Obersten Gerichtshof der USA. Am 27. April wird das höchste US-Gericht Argumente anhören, ob US-Bundesrecht staatliche Klagen wegen fehlender Warnhinweise grundsätzlich ausschließt. Bayer argumentiert, die EPA habe keinen Krebszusammenhang mit Glyphosat festgestellt – Warnhinweise seien daher nicht erforderlich gewesen.

Ein Urteil wird bis Juni erwartet. Ein Erfolg für Bayer würde rund 65.000 anhängigen Klagen die rechtliche Grundlage entziehen.

Durchbruch in der Onkologie

Inmitten der juristischen Turbulenzen liefert die Pharmasparte einen wissenschaftlichen Lichtblick. Eine Kombinationstherapie mit dem Prostatakrebs-Medikament Xofigo senkte das Sterberisiko bei metastasiertem Prostatakarzinom um 24 Prozent. Das mediane Gesamtüberleben verlängerte sich auf 38,2 Monate gegenüber 32,6 Monaten bei der Standardbehandlung. Allerdings traten bei fast 70 Prozent der Patienten schwerwiegende Nebenwirkungen auf.

Digitale Landwirtschaft mit John Deere

Operativ treibt Bayer die Vernetzung in der Landwirtschaft voran. Die neue Partnerschaft mit John Deere ermöglicht es, Daten zwischen der FieldView-Plattform und dem Operations Center von John Deere drahtlos zu übertragen. Nach der laufenden US-Saison ist eine weltweite Expansion der digitalen Infrastruktur geplant.

Der Jahresbericht 2025 wird am Mittwoch, 4. März 2026, um 7:30 Uhr veröffentlicht – zeitgleich mit der Anhörung in Missouri. Ob das Gericht die Verschiebung ablehnt oder gewährt, könnte über den weiteren Kurs des Konzerns entscheiden. Bayer hat sich zum Ziel gesetzt, die Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 signifikant einzudämmen.

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