Die DZ Bank hat gestern den fairen Wert für Bayer von 60 auf 64 Euro angehoben. Die Einstufung lautet weiterhin „Kaufen“. Medienberichten zufolge begründete das Haus den Schritt mit operativer Stabilisierung, Schuldenabbau und Fortschritten bei den US-Rechtsrisiken.
Die Bayer-Aktie stieg gestern um 2,6%. Reuters zählte sie zu den besonders gefragten DAX-Werten und berichtete über eine anhaltende Börsenrally nach den US-Wahlen.
Pharmageschäft stützt höhere Kursziele
Bereits am Mittwoch erhöhte UBS das Kursziel von 62 auf 66 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Medienberichten zufolge verwies UBS-Analyst Matthew Weston auf die Dynamik im Pharmageschäft sowie die geplante Aufspaltung des Wettbewerbers Corteva.
Bayer selbst verfolgt eine andere Linie: Vorstandschef Bill Anderson sagte am Dienstag laut Reuters, eine Aufspaltung stehe derzeit nicht auf der Agenda. Der Fokus liege auf Innovationen und Schuldenabbau.
Bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal 2026 am Dienstag meldete Bayer einen Konzernumsatz von 10,053 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 1,615 Milliarden Euro und stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,9 Prozent.
Reuters führte die am Dienstag angekündigte Prognoseanhebung auf die besser als erwartete Entwicklung im Pharmageschäft zurück. Bayer erwartet für das Jahresende eine Nettofinanzverschuldung von 28 bis 29 Milliarden Euro.
Erfolg im US-Rechtsstreit
Bei den Rechtsrisiken meldete Bayer am 30. Oktober einen Erfolg seiner Tochter Monsanto. Eine Jury in Missouri entschied im ersten Roundup-Verfahren seit der Entscheidung des US Supreme Court einstimmig zugunsten des Unternehmens. Bayer wertete das Urteil als Erfolg für seine US-Rechtsposition.
Die Geschäftsjahres- und Q4-Ergebnisse 2026 stehen am 24.02.2027 auf dem Finanzkalender.
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