Jahrelang klebten Klagen und Gerichtstermine an der Bayer-Aktie. Nun dreht sich die Debatte zunehmend um Medikamente und Geschäft. Im Chart spiegelt sich dieser Wandel in einem intakten Aufwärtstrend wider.
Zwei Impulse aus der Pipeline
Zuletzt stützten gleich zwei Nachrichten die Stimmung. Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie zum Prostatakrebsmedikament Nubeqa fielen erfreulich aus. Hinzu kam die Zulassung des Blutgerinnungshemmers Asundexian (Sunharbo) in China, einem der weltweit größten Absatzmärkte. Das Mittel soll dort Schlaganfällen vorbeugen.
Beide Meldungen betreffen das operative Geschäft, nicht den Rechtsstreit. Genau diese Verschiebung des Themenfokus dürfte die Erholung der vergangenen Wochen getragen haben.
Charttechnik: Hürden und Auffangmarken
Bei rund 46 Euro notiert die Aktie nun vor einer Reihe von Widerständen. Als erste Hürde gilt die Marke von 47,44 Euro. Sie diente früher als Unterstützung und wirkt inzwischen als Widerstand. Knapp darüber, bei etwa 48,50 Euro, verläuft der aktuelle Abwärtstrend.
Gelingt der nachhaltige Sprung über diese Linie, könnte ein neues Kaufsignal entstehen. Dann rückte das bisherige Jahreshoch bei 53,92 Euro in Reichweite. Eine Einschätzung am Markt sieht sogar Potenzial bis 60 Euro.
Auf der Unterseite bietet der 50-Wochen-Durchschnitt bei 41,58 Euro Halt. Solange die Aktie darüber bleibt, wirkt das Bild vergleichsweise stabil. Weitere Auffangmarken liegen bei 43,98 und 42,56 Euro. Erst ein nachhaltiger Rutsch unter 41,58 Euro würde die technische Lage deutlich eintrüben.
Kurzfristiges Szenario
Für die kommendenein bis zwei Wochen nennen Chartanalysten 47,44 und 48,50 Euro als Etappenziele. Wird der Widerstand bei 48,50 Euro dagegen nicht überwunden, rückt die Zone um 44 Euro als erste Unterstützung in den Blick.
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