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Bayer Aktie: Barclays hebt Kursziel auf 60 Euro

Nach dem Glyphosat-Urteil des Supreme Courts heben Großbanken die Kursziele für Bayer an. Neue Anleihen und starke Partnerzahlen stützen die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 60 Euro
  • Pharma-Partner Orion meldet starke Quartalszahlen
  • Neue Milliarden-Anleihen zur Schuldenrefinanzierung
  • Aktie konsolidiert nach jüngstem 52-Wochen-Hoch

Bayer konsolidiert nach dem juristischen Befreiungsschlag vor dem US Supreme Court. Der Kurs schloss am Freitag bei 48,06 Euro, ein Plus von 0,97 Prozent. Trotzdem sorgten am Wochenende gleich zwei Nachrichten für frischen Gesprächsstoff: starke Zahlen des Pharma-Partners Orion und neue Kursziele großer Analysehäuser.

Nubeqa liefert, Orion profitiert mit

Der finnische Partner Orion veröffentlichte am 17. Juli seine Quartalszahlen. Das Ergebnis: ein kräftiger Umsatzsprung, getragen vom Prostatakrebs-Medikament Nubeqa. Bayer hält die weltweiten Vermarktungsrechte, Orion kassiert Lizenz- und Meilensteinzahlungen.

Das Wachstum kommt zur richtigen Zeit. Der Patentablauf des Gerinnungshemmers Xarelto reißt Löcher in die Bayer-Bilanz. Nubeqa soll diese Lücke schließen. Analysten sehen die aktuellen Zahlen als Bestätigung für das langfristige Ziel: ein Spitzenumsatz von mehr als drei Milliarden Euro mit dem Medikament.

Analysten heben Kursziele an

Das Supreme-Court-Urteil im Glyphosat-Streit verändert aus Sicht der Banken das Risikoprofil von Bayer grundlegend. Einzelstaatliche Krebswarn-Klagen werden künftig deutlich schwerer durchsetzbar. JPMorgan bestätigte am Freitag das Rating „Overweight“ mit einem Kursziel von 50 Euro.

Barclays ging bereits zur Wochenmitte einen Schritt weiter und hob das Kursziel von 50 auf 60 Euro an. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 25 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. Jefferies bleibt vorsichtiger: Das Analysehaus vergibt nur „Hold“ bei einem Kursziel von 46 Euro und verweist auf die weiterhin hohe Verschuldung.

Neue Anleihen stabilisieren die Bilanz

Um die Schuldenlast zu managen, platzierte Bayer am 15. Juli neue US-Dollar-Anleihen im Volumen von 5 Milliarden Dollar. Die Emission refinanziert bestehende Verbindlichkeiten und verschafft dem Konzern langfristigen Spielraum. Die Ratingagentur Fitch bestätigte daraufhin die Bonitätsnote „BBB“ – den Ausblick beließ sie jedoch wegen der Schulden auf „Negativ“.

Charttechnik zeigt Erholung nach Rücksetzer

Am 3. Juli markierte die Aktie ein 52-Wochen-Hoch bei 53,86 Euro. Seitdem hat sich der Kurs um gut zehn Prozent zurückgezogen und stabilisiert sich nun auf niedrigerem Niveau. Der RSI von 59,3 signalisiert einen neutralen Bereich – weder überkauft noch überverkauft, mit Raum für neue Impulse in beide Richtungen.

Bayer tritt nun in die sogenannte „Quiet Period“ ein. Offizielle Aussagen zur Geschäftsentwicklung wird es vor dem vollständigen Quartalsbericht am 4. August 2026 nicht geben. Anleger richten den Blick stattdessen auf den geplanten 7,25-Milliarden-Dollar-Vergleich in den USA – im August steht dazu eine entscheidende Gerichtsanhörung in Missouri an.

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