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Bayer Aktie: Aufräumarbeiten nötig?

Klägeranwälte fordern Verschiebung der Prüfung um 60 Tage, was Bayers Zeitplan für den milliardenschweren Vergleich gefährdet und die Bilanzvorlage überschattet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Klägervertreter fordern Fristverlängerung
  • Vergleichsprüfung droht sich zu verzögern
  • Bilanzvorlage unter rechtlichem Schatten
  • Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch

Der Zeitplan für Bayers milliardenschweren Glyphosat-Vergleich gerät ins Wanken. Anwälte von fast 20.000 Klägern wehren sich gegen das von dem Konzern angestrebte Tempo und fordern eine Verschiebung der gerichtlichen Prüfung um mindestens 60 Tage. Die zusätzliche Unsicherheit kommt zur Unzeit – am 4. März stehen die Jahreszahlen an.

Kläger bremsen Bayers Zeitplan aus

Im Kern geht es um die Frage, ob das komplexe Vergleichspaket bereits am 4. März eine vorläufige Genehmigung erhalten soll – nur zwei Wochen nach dessen Bekanntgabe Mitte Februar. Die Klägervertreter halten diesen Zeitrahmen für unrealistisch. Ihre Mandanten, Krebspatienten und deren Familien, bräuchten deutlich mehr Zeit, um die umfangreichen Bedingungen des Vergleichs angemessen zu prüfen.

Bayer verteidigt den Vorschlag als fair und drängt auf eine zügige Lösung. Der Konzern will das Kapitel der US-Klagen um das glyphosathaltige Mittel Roundup endlich abschließen. Doch eine Klausel im Vertragswerk birgt Risiken: Sollte sich keine ausreichende Anzahl an Klägern für eine Teilnahme entscheiden, kann Bayer von der Vereinbarung zurücktreten. Eine Verzögerung könnte genau diese notwendige Akzeptanzquote gefährden.

Bilanzvorlage unter Rechtsunsicherheit

Die rechtlichen Auseinandersetzungen überschatten die für Investoren wichtige Woche. Am 4. März legt der Konzern seine Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vor. Anleger werden dabei nicht nur auf die Zahlen selbst schauen, sondern auch auf den Ausblick für 2026 – und darauf, wie das Management die andauernden Rechtsunsicherheiten in den USA bewertet. Die Aktie notiert mit 41,75 Euro deutlich unter dem im Februar erreichten 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro.

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