Ein Medikament, das Schlaganfälle um 26 Prozent reduziert — ohne erhöhtes Blutungsrisiko. Das sind keine vorläufigen Daten, sondern publizierte Phase-III-Ergebnisse im New England Journal of Medicine. Für Bayer ist das mehr als eine gute Nachricht: Es ist der bislang konkreteste Beleg, dass die Pharmasparte nach Jahren des Gegenwinds wieder Substanz aufbaut.
Warum Asundexian so wichtig ist
Der Blutgerinnungshemmer gilt als zentraler Baustein für die Zeit nach dem Patentablauf bestehender Kernprodukte. CEO Bill Anderson hat das Ziel ausgegeben, ab 2027 wieder mittleres einstelliges Wachstum in der Pharmasparte zu erreichen — mit einer operativen Marge von 30 Prozent bis 2030. Asundexian soll dort eine Schlüsselrolle spielen.
Die Studienergebnisse geben diesem Zeitplan erstmals eine belastbare wissenschaftliche Grundlage. Kein erhöhtes Blutungsrisiko gegenüber Placebo ist dabei klinisch entscheidend — genau dieser Punkt hatte frühere Blutgerinnungshemmer in der Breitenanwendung limitiert.
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Kurs, Kalender, Supreme Court
Die Aktie schloss am Freitag bei 41,10 Euro, ein Plus von rund einem Prozent. Auf Zwölfmonatssicht hat sich das Papier vom 52-Wochen-Tief bei 21,02 Euro nahezu verdoppelt — ein Anstieg von knapp 96 Prozent. Der Kurs notiert aktuell exakt auf Höhe des 50-Tage-Durchschnitts, was charttechnisch eine neutrale, aber stabile Ausgangslage signalisiert.
Die kommende Woche bringt zwei Termine mit Kurspotenzial. Am Montag veröffentlicht Bayer vorab die Reden von Vorstandschef Anderson und Aufsichtsratschef Norbert Winkeljohann — der Markt erwartet konkrete Aussagen zur Restrukturierung und zum Schuldenabbau. Am Freitag folgt die virtuelle Hauptversammlung, auf der über eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie sowie Neuwahlen im Aufsichtsrat abgestimmt wird.
Der eigentliche Stresstest wartet jedoch am 27. April: Dann verhandelt der US-Supreme Court den sogenannten Durnell-Fall — mündlich, richtungsweisend für die künftige Handhabung der Glyphosat-Haftungsrisiken. Wie das Gericht die Präzedenzfrage bewertet, könnte die juristische Belastung für Bayer grundlegend neu definieren. Die Asundexian-Daten sind ein starkes Signal — was in Washington entschieden wird, bleibt das größte offene Risiko im Bayer-Investment.
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