Gleich mehrere Großbanken signalisieren gleichzeitig Aufwärtspotenzial bei Bayer — das ist selbst für einen Konzern dieser Größe ungewöhnlich. Hinter dem Stimmungsumschwung stecken konkrete Entwicklungen, die den Leverkusener Konzern nach Jahren der Belastung in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Oddo BHF, UBS, Goldman Sachs — alle bullish
Die Häufung positiver Analystenurteile ist auffällig. Oddo BHF hob das Kursziel zuletzt deutlich von 39,80 auf 55,00 Euro an. Die UBS stufte den Titel bereits am 16. März auf „Buy“ hoch und nannte 52 Euro als Ziel. Goldman Sachs sieht die Aktie bei 54 Euro, Barclays mit „Overweight“-Rating bei 48 Euro. Allen Einschätzungen gemeinsam: Vertrauen in eine operative Erholung und eine schrittweise Schuldenreduktion.
Der Kurs notiert derzeit rund 23 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro — was die impliziten Kurspotenziale der Analysten durchaus greifbar erscheinen lässt.
Glyphosat-Streit nähert sich einem Ende
Das zentrale Argument hinter dem Meinungswandel ist die sich abzeichnende Auflösung des jahrelangen Glyphosat-Rechtsstreits. Ein US-Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar hat bereits eine vorläufige Genehmigung erhalten. Bis zum 4. Juni 2026 läuft die Opt-out-Frist, Ende Juni folgt die Entscheidung des US Supreme Court. Fällt sie positiv aus, entfällt eine der größten Unsicherheiten, die Bayers Bilanz seit Jahren belasten — 2025 summierten sich die Sonderaufwendungen für Rechtsfälle auf rund 6,0 Milliarden Euro.
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Parallel dazu liefert die Pharmasparte operative Argumente. Das Nierenmedikament Kerendia zeigte in Phase-III-Daten Wirksamkeit auch bei nicht-diabetischen Patienten — einem deutlich größeren Patientensegment als bisher adressiert. Analysten beziffern das Peak-Sales-Potenzial auf mindestens 2,6 Milliarden Dollar jährlich.
Q4 überzeugt, 2026 soll die Wende bringen
Trotz des Jahresverlusts lieferte Bayer im vierten Quartal 2025 starke operative Zahlen: Der Umsatz lag mit 11,44 Milliarden Euro über den Erwartungen, der Gewinn je Aktie von 0,62 Euro übertraf die Konsensschätzung von rund 0,32 Euro deutlich.
Für 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 45 und 47 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 4,30 bis 4,80 Euro. Der RSI liegt aktuell bei 20 — ein technisches Überverkauft-Signal, das zusammen mit den fundamentalen Katalysatoren erklären dürfte, warum Analysten jetzt einsteigen. Ob der Bereich Consumer Health mit Marken wie Aspirin als Desinvestitionsziel realisiert wird, könnte zusätzliche Mittel für den Schuldenabbau freisetzen.
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