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Bayer Aktie: Alarmzeichen sichtbar?

Trotz zweier neuer Medikamentenzulassungen in Japan belasten anstehende Milliardenzahlungen im Roundup-Streit und ein US Supreme Court Termin die Aussichten des Konzerns.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei neue Produkte in Japan zugelassen
  • Vorläufige Zustimmung zu 7,25-Milliarden-Dollar-Vergleich
  • US Supreme Court Anhörung Ende April
  • Negativer Free Cashflow durch Rechtskosten erwartet

Zwei neue Medikamentenzulassungen in Japan sollten eigentlich für Erleichterung beim Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern sorgen. Allerdings rückt der juristische Kalender in den USA unweigerlich in den Vordergrund und überschattet die operativen Fortschritte. Mit anstehenden Milliardenzahlungen für den Roundup-Vergleich und einem nahenden Termin vor dem US Supreme Court steht das Unternehmen vor entscheidenden Weichenstellungen.

Das japanische Gesundheitsministerium erteilte kürzlich grünes Licht für zwei Produkte. Eylea 8 mg darf nun als dritte Netzhautindikation zur Behandlung von Makulaödemen eingesetzt werden. Gleichzeitig erhielt das MRT-Kontrastmittel Ambelvist seine weltweit erste Freigabe. Da es deutlich weniger Gadolinium als bisherige Alternativen enthält, strebt das Management nun zügig weitere Zulassungen in den USA, China und der EU an.

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Diese operativen Lichtblicke treten jedoch hinter die juristischen Verpflichtungen zurück. Ein US-Richter hat dem 7,25 Milliarden Dollar schweren Roundup-Vergleich vorläufig zugestimmt. Kläger haben nun bis zum 4. Juni 2026 Zeit, sich für oder gegen eine Teilnahme zu entscheiden. Brisanz erhält dieses Datum durch einen anderen Termin: Bereits am 27. April wird der US Supreme Court Argumente in einem Berufungsverfahren anhören. Die zeitliche Nähe dieser beiden Ereignisse dürfte die Rechtsstrategien beider Seiten in den kommenden Wochen maßgeblich prägen.

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Die Bewältigung der noch immer rund 65.000 offenen Ansprüche hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem negativen Free Cashflow zwischen 1,5 und 2,5 Milliarden Euro, da allein rund fünf Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten abfließen werden. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 37,83 Euro und verbucht damit seit Jahresbeginn ein minimales Minus von 0,51 Prozent. Zwar verzeichneten die Leerverkaufsdaten Mitte März einen prozentual starken Anstieg der Short-Positionen, absolut betrachtet bewegen sich die Wetten gegen den Konzern aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.

Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert die Hauptversammlung am 24. April 2026. Dort wird den Aktionären eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie zur Abstimmung vorgelegt. Langfristig richtet sich der Blick der Investoren jedoch auf den 9. Juli: An diesem Tag ist die Anhörung angesetzt, die über die endgültige Genehmigung des Milliardenvergleichs entscheiden soll.

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