Die Altlasten schwinden, die Aktie zieht an. Bayer liefert Anlegern derzeit gleich zwei handfeste Gründe für Optimismus. Ein juristischer Etappensieg in den USA und die Abspaltung des Glyphosat-Geschäfts beflügeln den Kurs. Das honorieren auch die Analysten.
Neustart für Glyphosat in den USA
Der Konzern gliedert sein US-Glyphosatgeschäft in ein neues Unternehmen namens Ruveon LLC aus. Der Schritt soll das Geschäft gegen Nachahmerprodukte agiler machen. Ruveon bündelt künftig Preisgestaltung, Produktion und Vertrieb für den amerikanischen Markt. Die Maßnahme gehört zu einem Fünfjahresprogramm der Agrarsparte Crop Science.
Parallel dazu atmet Bayer juristisch auf. Der oberste US-Gerichtshof entschied kürzlich zugunsten der Tochter Monsanto. Die Richter bestätigten den Vorrang bundesweiter Kennzeichnungsvorschriften. Die Folge: Die Unsicherheit rund um künftige Haftungsklagen sinkt spürbar.
Kurs eilt von Hoch zu Hoch
Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Entlastung deutlich wider. Das Papier kletterte in den vergangenen zwölf Monaten um satte 104,49 Prozent. Aktuell notiert die Aktie bei 53,32 Euro. Damit bewegt sie sich nur knapp unter dem neuen 52-Wochen-Hoch von 53,86 Euro. Dieses markierte der Wert erst am heutigen Freitag.
Die Deutsche Bank Research reagiert prompt. Sie stuft die Aktie auf „Buy“ hoch und nennt 60 Euro als Kursziel. Die Analysten loben die strategische Neuausrichtung. Der relative Stärke Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 85,3 indes eine enorme, wenn auch heißgelaufene Dynamik.
Volle Pipeline stützt Wachstum
Abseits der juristischen Themen punktet Bayer im operativen Geschäft. Die Pharmasparte erwartet im kommenden Jahr wichtige Zulassungen. Im Zentrum stehen dabei die Medikamente Nubeqa und Kerendia. Sie zielen auf Therapien gegen Krebs und chronische Nierenerkrankungen ab. Die Agrarsparte liefert mit der Saatgutmarke NewGold und dem Insektizid Plenexos zusätzliche Wachstumsimpulse.
Das Management kann sich nun wieder auf diese Kerngeschäfte fokussieren. Mit der Auslagerung der US-Risiken in die Ruveon LLC verringert Bayer die operative Komplexität. Hält das positive Marktmomentum an, rückt das Analystenziel von 60 Euro bald in greifbare Nähe.
Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 3. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
