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Symbolbild, KI-generiert

Bayer: 24 Milliarden Euro Glyphosat-Kosten

Bayer hat bereits über 24 Milliarden Euro für Glyphosat-Klagen ausgegeben. Die Aktie zeigt sich dennoch robust. Ein bevorstehendes Urteil des US-Supreme Court könnte den weiteren Klageverlauf maßgeblich beeinflussen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Über 24 Milliarden Euro für Glyphosat-Streitigkeiten
  • Entscheidende Verhandlung vor US-Supreme Court am 27. April
  • Aktie trotz Belastungen um fast 90 Prozent gestiegen
  • Nettofinanzverschuldung um 8,5 Prozent gesunken

Mehr als 24 Milliarden Euro in sieben Jahren — das ist die Rechnung, die Bayer bislang für den Glyphosat-Komplex bezahlt hat. Trotzdem hält die Aktie das Niveau. Was die kommenden Tage entscheiden, ist eine andere Frage.

Monsanto-Erbe drückt weiter

Die 24 Milliarden Euro umfassen Entschädigungen, Vergleiche und Rechtsberatungskosten. Bayer hat im Februar ein weiteres Vergleichsangebot hinterlegt — 6,7 Milliarden Euro zusätzlich. Parallel laufen Verhandlungen über einen Vergleich von rund 7,5 Milliarden US-Dollar für verbleibende Streitkomplexe.

Die Aktie notiert am Dienstag bei rund 40,60 Euro, ein Minus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Jahressicht hat das Papier allerdings fast 90 Prozent zugelegt — vom Tief bei 21,66 Euro im April 2025.

Anderson zieht Bilanz

Vorstandschef Bill Anderson hat seine Rede zur Hauptversammlung am Freitag vorab veröffentlicht. Kernbotschaft: Kein Bereich des Konzerns existiere noch in seiner ursprünglichen Form. Hierarchien wurden abgebaut, Strukturen verschlankt.

Konkret zeigt sich das in der Bilanz. Die Nettofinanzverschuldung sank um 8,5 Prozent auf knapp 29,8 Milliarden Euro. Analysten erwarten für 2026 ein Ergebnis von durchschnittlich 4,29 Euro je Aktie.

Auf der Hauptversammlung steht auch die Dividende von 0,11 Euro je Aktie zur Abstimmung.

Zwei Termine, eine Weichenstellung

Das Wochenende bringt zwei Ereignisse, die den Kurs bewegen können:

  • Freitag, 24. April: Virtuelle Hauptversammlung mit Update zum Glyphosat-Stand und zur neuen Konzernstruktur
  • Montag, 27. April: Mündliche Verhandlung vor dem US-Supreme Court im Fall „Durnell“

Der Supreme-Court-Termin ist der entscheidende. Es geht um „Preemption“ — die Frage, ob Bundesrecht die staatlichen Warnpflichten verdrängt. Ein positives Urteil für Bayer könnte zehntausenden weiteren Klagen die juristische Grundlage entziehen.

Der RSI liegt aktuell bei 23 — ein technisch überverkauftes Niveau. Hält die Unterstützung bei 40,20 Euro, dürfte der nächste Widerstand bei 43,90 Euro in den Blick rücken.

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