Baxter International kämpft mit einem harten Umbruch. Während das Unternehmen seine Führungsetage umbaut und Schulden abbauen will, drückten enttäuschende Quartalszahlen den Kurs zuletzt auf ein neues Jahrestief. Die Suche nach Stabilität gestaltet sich langwieriger als von vielen Marktteilnehmern erhofft.
Umbau in der Führungsetage
Der Medizintechnik-Konzern blieb zuletzt hinter den Erwartungen zurück. Mit einem Gewinn von 0,44 US-Dollar je Aktie verfehlte Baxter die Analystenschätzungen deutlich, obwohl der Umsatz leicht auf knapp drei Milliarden US-Dollar stieg. Parallel dazu befindet sich die Führung im Wandel: Anita Zielinski übernahm interimistisch den Posten des Finanzchefs, nachdem Joel Grade das Unternehmen verlassen hatte. Zudem verstärkte sich das Board in den vergangenen Jahren mit mehreren unabhängigen Direktoren, zuletzt etwa mit dem ehemaligen Biogen-CFO Michael McDonnell.
Strategie gegen die Verschuldung
Um das Vertrauen der Wall Street zurückzugewinnen, setzt das Management auf einen strikten Kapitalplan. Bis Ende 2026 soll der Verschuldungsgrad auf das Dreifache des operativen Ergebnisses sinken. Analysten von Häusern wie Goldman Sachs oder Citi bleiben jedoch vorsichtig und stufen den Titel überwiegend mit „Hold“ ein. Sie rechnen erst im Zeitraum 2026 bis 2027 mit spürbaren operativen Fortschritten.
Der Kursrutsch am Freitag auf 13,86 Euro markierte ein neues 52-Wochen-Tief. Damit summiert sich das Minus auf Sicht von zwölf Monaten auf über 55 Prozent. Ein Lichtblick bleibt die starke Marktstellung bei Infusionsbeuteln, wo Baxter rund 14 Prozent Weltmarktanteil hält. Das Erreichen der Schuldenziele bis Ende 2026 wird nun zum zentralen Gradmesser für den Erfolg der Sanierung.
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