Baxter reagiert mit weitreichenden Kapitalmaßnahmen und strategischen Schritten auf anhaltenden Margendruck und operative Herausforderungen. Heute senkte Barclays das Kursziel deutlich, während Goldman Sachs sein Ziel geringfügig anhob. Reicht das für eine nachhaltige Erholung?
Kernfakten auf einen Blick
– Barclays bestätigte heute ein Overweight-Rating, senkte das Kursziel von 36 auf 30 USD.
– Goldman Sachs erhöhte sein Kursziel leicht auf 23 USD und hielt an Neutral fest.
– Quartalsdividende wurde auf 0,01 USD je Aktie reduziert.
– Etwa 300 Mio. USD Jahres-Cashflow sollen künftig für Schuldenabbau genutzt werden.
– Ziel: Netto-Verschuldung von 3,0x bis Ende des Geschäftsjahres 2026.
– Partnerschaft mit MUSC Health zur Einführung vernetzter Pflege-Technologien in 18 Krankenhäusern.
– CEO Andrew Hider spricht am kommenden Montag auf der J.P. Morgan Healthcare Conference.
Strategische Integration mit MUSC Health
Baxter setzt verstärkt auf vernetzte Medizintechnik. Gestern kündigte das Unternehmen eine mehrjährige Partnerschaft mit MUSC Health an. Ziel ist die Nutzung der DeviceBridge-Plattform zur Automatisierung von Pflegeabläufen und zur Vereinfachung der Kommunikation am Patientenbett in 18 Krankenhäusern. Das Management betont damit den Fokus auf margenstärkere, vernetzte Lösungen zur Entlastung des Pflegepersonals.
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Kapitalmaßnahmen und Dividendenkürzung
Ab Januar reduzierte Baxter die Quartalsdividende auf 0,01 USD. Die Maßnahme soll rund 300 Mio. USD pro Jahr freisetzen und vorrangig dem Schuldenabbau dienen. Als Ziel nennt das Unternehmen eine Netto-Verschuldung von 3,0x bis Ende 2026. Die Kürzung zielt zudem darauf ab, die Auswirkungen engerer Margen nach dem Verkauf der Vantive-Kidney-Care-Sparte auszugleichen und die Kostenbasis angesichts anhaltender Fertigungs- und Produktmixprobleme zu stabilisieren.
Marktreaktion und Ausblick
Die Aktie hat in den letzten vier Wochen um 13,9 % zugelegt und liegt bei etwa 20,98 USD, bleibt aber unter dem Konsensziel von 29 USD. Analystenziele reichen von 19 bis 47 USD, was die Uneinheitlichkeit der Erwartungen widerspiegelt. Über das vergangene Jahr ergab sich eine Gesamtrendite von -28,8 %.
Ob die Maßnahmen für eine nachhaltige Erholung reichen, hängt maßgeblich von zwei Punkten ab: der Lösung der Flussratenprobleme beim Novum IQ-Large-Volume-Pumpenprodukt und der Rückkehr zu stabileren Margen. Andrew Hider wird am Montag auf der J.P. Morgan Healthcare Conference voraussichtlich genau diese Punkte und einen Zeitplan zur Behebung der Novum-IQ-Probleme erläutern. Bis dahin bleiben Ziel-Nettohebel von 3,0x und die Umleitung von circa 300 Mio. USD Jahressaldo zu den zentralen Messgrößen für die Umsetzung der Bilanzsanierung.
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