Der Chemieriese BASF manövriert derzeit durch ein bemerkenswertes Spannungsfeld. Während ein historisches US-Gerichtsurteil die Tür für potenziell hohe Zollrückerstattungen öffnet, warnen erste Analysten bereits vor neuen Lieferkettenrisiken durch den Nahostkonflikt. Diese fundamentale Diskrepanz treibt einen massiven Keil in die Markterwartungen.
US-Zollurteil trifft auf Nahost-Sorgen
Ende April öffnet die US-Zollbehörde ein Portal, über das Unternehmen unrechtmäßig erhobene Sonderzölle aus der Trump-Ära zurückfordern können. Obwohl BASF zu den potenziellen Profiteuren dieses höchstrichterlichen Urteils gehört, dämpfte das Management zuletzt die Erwartungen. Laut Finanzchef Dirk Elvermann seien die direkten Auswirkungen auf den Konzern gering, da 80 bis 90 Prozent der in den USA verkauften Produkte auch lokal hergestellt werden.
Parallel zur Zollthematik trübt sich die Branchensicht bei einigen Marktbeobachtern ein. Barclays Capital bestätigte gestern die Einstufung „Underweight“ mit einem Kursziel von lediglich 40 Euro. Die Analysten verweisen auf die hohe Abhängigkeit von der vorgelagerten Rohstoffproduktion, die BASF im Zuge des eskalierenden Nahostkonflikts besonders anfällig für Lieferkettenstörungen und steigende Energiekosten mache.
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Goldman Sachs setzt auf starkes Quartal
Einen völlig konträren Ansatz verfolgt Goldman Sachs. Die US-Investmentbank hob das Kursziel jüngst auf 63 Euro an und beließ den Titel auf „Buy“. Analystin Georgina Fraser revidierte ihre Prognose für das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) im ersten Quartal um beachtliche 16 Prozent nach oben. Damit liegt sie rund fünf Prozent über den Konsensschätzungen des Marktes. Diese Zuversicht stützt den bisherigen Jahreslauf der Aktie, die 2026 bereits um 15 Prozent zulegen konnte.
Ob diese optimistische Einschätzung trägt, entscheidet sich am 30. April. An diesem Tag präsentiert BASF nicht nur die Ergebnisse des ersten Quartals, sondern hält auch die Hauptversammlung ab. Ein zentraler Beschlusspunkt des Aktionärstreffens ist die geplante Ausgliederung des operativ geführten Agrargeschäfts. Die Sparte „Agricultural Solutions“ soll als Sacheinlage in eine eigenständige GmbH überführt werden. Dieser formale Schritt markiert die direkte Vorbereitung für den geplanten Börsengang in Frankfurt, mit dem BASF seine strukturelle Neuausrichtung konsequent vorantreibt.
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