BASF kauft eigene Aktien zurück, streicht Stellen, verkauft Geschäftsbereiche — und hält gleichzeitig an einer Dividende fest, die der Cashflow des letzten Jahres nicht einmal vollständig abgedeckt hat. Das Bild des Ludwigshafener Chemiekonzerns im Frühjahr 2026 ist das eines Unternehmens im Übergang.
Sparen, verkaufen, zurückkaufen
Die Restrukturierung macht messbare Fortschritte. Bis Ende 2025 hat BASF jährliche Kostensenkungen von rund 1,7 Milliarden Euro erreicht — 100 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Das neue Einsparziel für Ende 2026 liegt nun bei 2,3 Milliarden Euro. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen abgebaut, weitere IT- und Verwaltungsfunktionen sollen nach Indien und Malaysia verlagert werden. Die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 wurden um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro gekürzt.
Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm in hohem Tempo: Allein in der ersten Märzwoche erwarb BASF rund 3,6 Millionen eigene Aktien. Das aktuelle Programm umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro — Teil eines angekündigten Gesamtvolumens von mindestens 4 Milliarden Euro bis Ende 2028. Zusammen mit der jährlichen Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie plant BASF, bis 2028 insgesamt mindestens 12 Milliarden Euro an Aktionäre auszuschütten.
Prognose enttäuscht, Belastungen bleiben
Das Problem liegt im operativen Ausblick. Für 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro — der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro verfehlt die Analystenerwartungen von rund 7,0 Milliarden Euro spürbar. Beim Free Cashflow plant das Management mit 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro, nachdem 2025 lediglich 1,34 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden — zu wenig, um die Dividende vollständig zu finanzieren.
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Hinzu kommen externe Belastungen: Ein schwacher US-Dollar könnte das Ergebnis im ersten Quartal allein um bis zu 200 Millionen Euro schmälern. Höhere US-Zölle lenken globale Warenströme um und erhöhen den Wettbewerbsdruck. Außerhalb Chinas blieb die Mengenentwicklung im Januar schwach.
Der neue Verbundstandort in Zhanjiang läuft planmäßig an und soll das Wachstum in Asien stützen — ein strategischer Anker, dessen Beitrag aber Zeit braucht.
Langer Atem gefragt
CEO Markus Kamieth erwartet eine spürbare Markterholung frühestens Ende 2026, realistischer sei das Jahr 2027. Bis dahin sollen die zugesagten Ausschüttungen als Brücke für Investoren fungieren. Konkrete nächste Wegmarken: Die Jahreshauptversammlung findet am 30. April 2026 in Mannheim statt, die nächste Dividendenzahlung ist für den 6. Mai 2026 geplant — und im zweiten Quartal steht der Verkauf der Lacksparte an, der die Portfoliobereinigung weiter vorantreiben soll.
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