Verkauf in Höchst, Führungswechsel bei der Lacksparte, Sparziele übertroffen — BASF liefert gleich mehrere Signale, dass der Konzernumbau an Fahrt gewinnt. Die Maßnahmen verdichten sich zu einem klaren Muster: Der Chemiekonzern löst sich konsequent von Randbereichen, um Kapital freizusetzen.
Höchst: Produktionsanlagen wechseln den Besitzer
BASF Agricultural Solutions und ProChem InnoTec haben eine Vereinbarung über den Verkauf der Produktionsanlagen im Industriepark Höchst unterzeichnet. Die Anlagen dienten zuletzt der Herstellung von Glufosinat-Ammonium — einem Herbizidwirkstoff, dessen Produktion BASF Ende 2024 eingestellt hatte. Der Abzug aus Höchst war bereits Mitte 2024 angekündigt worden, nun nimmt er konkrete Form an.
ProChem-CEO Jochen Pohl bezeichnete den Erwerb als „Meilenstein“ für sein Unternehmen: Die übernommene Kapazität von über 24.000 Jahrestonnen stärke die Position als Auftragssynthese-Partner im Industriepark. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion hängt von laufenden Reinigungsarbeiten ab und wird für Ende des ersten Quartals 2027 erwartet.
Lacksparte: CEO-Nachfolge steht fest
Parallel dazu hat BASF Coatings die Führungsfrage für die Zeit nach der Ausgliederung geklärt: Jens Luehring wird nach dem Abschluss der Transaktion mit Carlyle zum CEO des dann eigenständigen Lackunternehmens ernannt. Die Einheit — zuständig für Automobil-OEM-Lacke, Autoreparaturlacke und Oberflächenbehandlung — wurde im Oktober 2025 an Carlyle und die Qatar Investment Authority verkauft. Der Vollzug ist für das zweite Quartal 2026 geplant, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen. Die bisherige Leiterin Dr. Uta Holzenkamp führt die Sparte bis dahin weiter und begleitet anschließend den Übergang.
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Sparziele angehoben, Ausschüttungen erhöht
Das Kostenprogramm läuft besser als geplant. Bis Ende 2025 erreichte BASF eine jährliche Einsparrate von rund 1,7 Milliarden Euro — 100 Millionen Euro über dem ursprünglichen Ziel. Bis Ende 2026 peilt der Konzern nun 2,3 Milliarden Euro an jährlichen Einsparungen an, statt der ursprünglich geplanten 2,1 Milliarden Euro.
Die freigesetzten Mittel fließen auch zu den Aktionären: Von 2025 bis 2028 will BASF mindestens 12 Milliarden Euro ausschütten, über Dividenden und Aktienrückkäufe. Die Jahresdividende soll dabei mindestens 2,25 Euro je Aktie betragen.
Zusätzlich erhöht BASF die Preise für sein Commodity-Amines-Portfolio in Europa um bis zu 30 Prozent — als direkte Reaktion auf gestiegene Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten infolge des Militärkonflikts im Nahen Osten. Auf der Hauptversammlung am 30. April 2026 in Mannheim steht unter anderem ein Ausgliederungs- und Übernahmevertrag mit der BASF Agricultural Solutions Deutschland GmbH auf der Tagesordnung — ein weiterer Baustein, der den Umbau formell besiegelt.
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