Der Ludwigshafener Chemiekonzern treibt seine tiefgreifende Restrukturierung in hohem Tempo voran und stützt die eigene Kapitalstruktur mit umfangreichen Aktienrückkäufen. Doch trotz messbarer Einsparungen trübt ein gedämpfter Ausblick für das laufende Jahr die Stimmung. Reicht das konsequente Sparprogramm aus, um die anhaltende Schwäche der globalen Nachfrage auszugleichen?
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 dämpft das Management die Erwartungen spürbar. Mit einem prognostizierten operativen Ergebnis (EBITDA) zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro verfehlt der Mittelwert die Analystenschätzungen von rund 7,0 Milliarden Euro deutlich. Erschwerend kommt ein ungünstiges Währungsumfeld hinzu: Allein der schwache US-Dollar dürfte das Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Globale Handelsverschiebungen und höhere US-Zölle zwingen CEO Markus Kamieth dazu, eine merkliche wirtschaftliche Erholung frühestens für Ende 2026, wahrscheinlicher jedoch erst für 2027 in Aussicht zu stellen. Trotz dieser Herausforderungen notiert das Papier heute mit einem Plus von 2,20 Prozent bei 47,30 Euro, was auf eine gewisse Resilienz am Markt hindeutet.
Harter Sparkurs und Portfolio-Umbau
Um dem konjunkturellen Gegenwind zu begegnen, setzt der Konzern die Kostenschere konsequent an. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Einsparungen auf 2,3 Milliarden Euro steigen. Dafür strich das Unternehmen seit Ende 2023 bereits 4.800 Stellen, während weitere Verwaltungs- und IT-Funktionen kosteneffizient nach Indien und Malaysia verlagert werden. Zudem kürzt das Management die Sachinvestitionen für die kommenden Jahre um 20 Prozent.
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Parallel dazu strafft BASF das eigene Portfolio. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern steht im zweiten Quartal die Veräußerung der Lacksparte als nächster konkreter Schritt an. Flankiert werden diese Maßnahmen von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm. Allein in der ersten Märzwoche sammelte das Unternehmen über 3,5 Millionen eigene Papiere ein, um verfügbares Kapital an die Aktionäre zurückzugeben und den Gewinn je Aktie zu steigern.
Dividende auf dem Prüfstand
Ein kritischer Blick der Investoren richtet sich nun auf die Ausschüttungspolitik. Zwar soll die Dividende mit 2,25 Euro je Aktie stabil bleiben, doch die Finanzierung aus eigener Kraft bleibt ambitioniert. Das Management plant für 2026 mit einem freien Cashflow von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr reichten die erwirtschafteten 1,34 Milliarden Euro jedoch nicht aus, um die Dividende vollständig organisch zu decken.
Der weltgrößte Chemiekonzern befindet sich mitten in einem fundamentalen Strukturwandel unter erschwerten Bedingungen. Die erfolgreiche Umsetzung der Kostensenkungen und der geplante Verkauf der Lacksparte im zweiten Quartal sind nun die entscheidenden Hebel, um die Bilanz weiter zu stärken. Solange die europäische und amerikanische Chemieproduktion stagniert, bleibt die strikte Ausgabendisziplin der wichtigste Faktor zur Sicherung der Profitabilität und der anvisierten Ausschüttungen.
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