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BASF Aktie: Situationenbericht

BASF setzt milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm fort, stellt aber eine unter Analystenerwartungen liegende EBITDA-Prognose für das laufende Jahr in Aussicht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Laufendes Rückkaufprogramm mit Volumen von 1,5 Mrd. Euro
  • EBITDA-Prognose für 2026 unter Konsens der Analysten
  • Fortschritte bei Kosteneinsparungen und Portfoliobereinigung
  • Konservative Kapitalpolitik mit Fokus auf Schuldenabbau

BASF kauft eigene Aktien in Milliardenhöhe zurück — und sendet damit ein klares Signal zur Kapitalallokation. Gleichzeitig hat der Konzern mit seinem vorsichtigen Ausblick für 2026 die Erwartungen der Analysten verfehlt. Das Ergebnis ist eine Aktie im Spannungsfeld.

Rückkaufprogramm nimmt Fahrt auf

Allein in der Woche vom 2. bis 6. März 2026 erwarb BASF rund 3,6 Millionen eigene Aktien. Kumuliert sind seit dem Programmstart im November 2025 bereits knapp 17,6 Millionen Aktien zurückgekauft worden. Das laufende Teilprogramm hat ein Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro und läuft bis Ende Juni 2026 — eingebettet in ein übergeordnetes Programm von insgesamt 4 Milliarden Euro bis 2028. Alle Papiere sollen eingezogen werden, was das Grundkapital schrittweise reduziert.

Parallel dazu hat die Aktie zuletzt die 50-Tage-Linie nach oben gekreuzt und notiert knapp oberhalb dieses technischen Niveaus. Mit einem RSI von 42 ist die Aktie dabei weder überkauft noch in einem klaren Abwärtsmomentum.

Prognose unter Analystenerwartung

Weniger erfreulich ist der Unternehmensausblick. Für 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sonderposten von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt bei 6,6 Milliarden Euro — und damit merklich unter dem Konsens der Marktbeobachter, der bei 7,0 Milliarden Euro lag. Als Belastungsfaktoren nennt der Konzern veränderte Handelspolitiken, höhere US-Zölle und das Wegfallen von Sondereffekten durch vorgezogene Bestellungen, die das Vorjahr noch gestützt hatten.

Die Segmentperspektive ist gemischt: Während Nutrition & Care sowie Chemicals deutliche Ergebnisverbesserungen anpeilen, rechnet BASF in den Sparten Materials und Agricultural Solutions mit leichten Rückgängen — vor allem durch Währungseffekte.

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Restrukturierung als Gegengewicht

Auf der Kostenseite macht BASF Fortschritte. Bis Ende 2025 wurden Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro jährlich realisiert, für 2026 liegt das Ziel bei 2,3 Milliarden Euro. Die Portfoliobereinigung schreitet ebenfalls voran: Nach dem Verkauf des Optical-Brighteners-Geschäfts Ende Februar soll im zweiten Quartal die Coatings-Sparte folgen. Die Investitionsausgaben werden bis 2029 um ein Fünftel auf 13 Milliarden Euro gesenkt.

Das neue Verbundwerk in Zhanjiang, China, gilt als langfristiger Wachstumsanker. Der Steam-Cracker wurde im Oktober 2025 fertiggestellt, die Gesamtkosten durch Kostendisziplin auf 8,7 Milliarden Euro gedrückt. Kurzfristige Ergebnisbeiträge erwartet das Management angesichts überversorgter Märkte allerdings nicht.

Auf der Kapitalseite bleibt BASF konservativ: Die Mindestdividende von 2,25 Euro je Aktie ist zugesagt, der Schuldenabbau hat Priorität vor größeren Akquisitionen. Die Hauptversammlung am 30. April 2026 in Mannheim dürfte vor allem die Frage in den Mittelpunkt rücken, ob das Restrukturierungstempo ausreicht, um die EBITDA-Prognose nach oben zu drücken — oder ob der Konzern das Jahr an der unteren Hälfte seiner eigenen Spanne beendet.

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