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BASF Aktie: Sinopec rückt an 60 Milliarden heran

BASF-Chef Kamieth warnt vor schwierigstem Markt seit 25 Jahren. Der Konzern verliert an Boden gegenüber Sinopec und stemmt sich mit Aktienrückkäufen gegen den Kursverfall.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Schwierigstes Marktumfeld seit 25 Jahren
  • Sinopec bedroht BASF-Spitzenposition beim Umsatz
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft
  • Neues China-Werk als zentrale Wachstumssäule

Der weltgrößte Chemiekonzern steht vor einer historischen Zäsur. BASF-Chef Markus Kamieth bereitet Investoren auf eine neue Realität vor. Das Unternehmen könnte bald seine globale Spitzenposition beim Umsatz verlieren. Reine Größe gilt im Ludwigshafener Hauptquartier nicht länger als Selbstzweck.

Härtester Markt seit Jahrzehnten

Kamieth spricht von den schwierigsten Geschäftsbedingungen seit mindestens 25 Jahren. Das globale Kräftegleichgewicht der Industrie verschiebt sich spürbar. Der chinesische Rivale Sinopec rückte den BASF-Erlösen von zuletzt knapp 60 Milliarden Euro bereits gefährlich nahe.

Parallel dazu bremst die grüne Transformation. Der Umbau der europäischen Chemieindustrie ist laut dem CEO zwar technisch machbar. Wirtschaftlich rechnet er sich aber kaum. Die bittere Wahrheit: Kunden weigern sich, höhere Preise für klimaneutrale Produkte zu zahlen. Kamieth fordert von der Politik realistische Zwischenschritte statt sofortiger Komplett-Umbauten.

Rückkäufe stützen den Kurs

An der Börse hinterlässt das raue Umfeld Spuren. Die BASF-Aktie schloss am Dienstag bei 48,75 Euro. Damit verlor das Papier auf Monatssicht gut acht Prozent an Wert. Der Relative Strength Index signalisiert inzwischen eine fast überverkaufte Marktlage.

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Der Konzern stemmt sich mit eigenen Mitteln gegen die Schwäche. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft auf Hochtouren. Bis Anfang Juni kaufte BASF bereits knapp 28 Millionen eigene Anteilscheine zurück. Der Konzern zieht diese Papiere ein und verkleinert so das Grundkapital.

Flucht nach vorn in Fernost

Das Management wählt im globalen Preiskampf einen pragmatischen Weg. Hohe Energiekosten in Deutschland und weltweite Überkapazitäten zwingen zum Handeln. Die Antwort liegt ausgerechnet im Heimatmarkt des größten Konkurrenten. Das neue Verbundwerk im chinesischen Zhanjiang bildet die zentrale Wachstumssäule für die kommenden Jahre.

Ein Rückzug aus Asien steht damit nicht zur Debatte. Stattdessen senkt BASF radikal die Fixkosten und trimmt das Kerngeschäft auf Rendite. Das bis Ende Juni laufende Rückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro federt den aktuellen Kursdruck vorerst ab.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.