Die Ludwigshafener enttäuschen mit ihren vorläufigen Jahreszahlen für 2025. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) sackte auf 6,6 Milliarden Euro ab – ein Minus von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich unter der selbst gesteckten Prognose von mindestens 6,7 Milliarden Euro. Auch Analysten hatten mit mehr gerechnet. Die Aktie verliert im XETRA-Handel zeitweise knapp 2 Prozent und notiert bei 45,63 Euro.
Der Umsatz schrumpfte von 61,4 auf 59,7 Milliarden Euro. Zwar legten die Absatzmengen leicht zu, doch fallende Verkaufspreise und negative Währungseffekte fraßen den Zuwachs komplett auf. Besonders bitter: Im vierten Quartal setzte sich die schwache Entwicklung der ersten neun Monate nahezu ungebremst fort. Niedrigere Margen und der starke Dollar belasteten das Ergebnis zusätzlich.
Cashflow als einziger Lichtblick?
Immerhin beim freien Mittelzufluss liefert der Chemiekonzern eine positive Überraschung. Mit 1,3 Milliarden Euro hat sich der Free Cashflow gegenüber 2024 fast verdoppelt und übertrifft die Erwartungen deutlich. Haupttreiber war die drastische Drosselung der Investitionen: Die Ausgaben für Anlagen sanken von 6,2 auf 4,3 Milliarden Euro.
Hintergrund sind die weitgehend abgeschlossenen Großinvestitionen in China. Der neue Verbundstandort in Zhanjiang wird am Ende 8,7 Milliarden Euro kosten – 1,3 Milliarden weniger als ursprünglich geplant. Konzernchef Markus Kamieth hatte Ende Oktober angekündigt, selbst auf dem Wachstumsmarkt China den Rotstift anzusetzen.
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Branche warnt vor Kollaps
Doch kann die positive Cashflow-Entwicklung über die strukturellen Probleme hinwegtäuschen? Die Chemieindustrie selbst schlägt Alarm und warnt vor einem drohenden Kollaps der Branche. Die Kombination aus schwacher Nachfrage, intensivem Preisdruck und hohen Restrukturierungskosten setzt die Unternehmen unter massiven Druck.
Das gemeldete EBIT rutschte auf 1,6 Milliarden Euro – leicht unter Vorjahr. Belastend wirkten hier vor allem gestiegene Kosten für den Konzernumbau. Beim Nettogewinn zeigt sich ein anderes Bild: Dieser kletterte von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro, gestützt durch höhere Erträge aus der Beteiligung an Wintershall Dea.
Analyst Christian Faitz von Kepler Cheuvreux wertet die Zahlen als „klar im Rahmen, wenn nicht über den Erwartungen“ – mit Blick auf den starken Cashflow. Seine Einschätzung: Sollte die globale Nachfrage anziehen, könnte sich das überproportional positiv auf die Erträge auswirken. Doch aktuell bleibt die Nachfragesituation fragil. Für Anleger steigt das Risiko im Chemiesektor damit spürbar.
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