BASF treibt sein laufendes Aktienrückkaufprogramm zügig voran. Zwischen dem 17. und 21. August erwarb der Konzern 557.966 eigene Aktien. Seit dem Start des Programms am 3. August summiert sich das Volumen damit auf 1.797.966 Aktien. Das Tempo der Käufe zeigt: BASF hält an seiner Kapitalrückführungsstrategie fest, unabhängig von den operativen Herausforderungen der vergangenen Wochen.
Das Programm ist Teil eines größeren Vorhabens. BASF hatte im September 2024 einen Gesamtrückkauf über 4 Milliarden Euro bis Ende 2028 angekündigt. Die aktuelle Tranche über bis zu 1,0 Milliarde Euro läuft bis Ende April 2027. Für Anleger signalisiert das kontinuierliche Rückkauftempo, dass das Management trotz externer Belastungen wie dem Niedrigwasser am Rhein keinen Anlass sieht, das Programm zu pausieren oder zu strecken.
Operatives Geschäft läuft parallel weiter
Neben der Kapitalmarktseite bleibt BASF auch operativ aktiv. In Bangkok kündigte der Konzern gemeinsam mit NEO Corporate Public Company Limited eine strategische Partnerschaft an. Beide Unternehmen wollen künftig gemeinsam Formulierungen, Inhaltsstoffe und Trendkonzepte für Personal-Care-Lösungen entwickeln – ein Schritt, der die Position von BASF im asiatischen Konsumgütergeschäft stärken soll.
In Mumbai eröffnete BASF zudem ein globales Performance-Labor für Windeln und Superabsorber. Das Labor soll technische und Anwendungsdienstleistungen für Kunden von Superabsorbern weltweit bereitstellen und unterstreicht den Anspruch, Innovationsführerschaft in diesem Segment auszubauen.
Auch preislich bewegt sich BASF: In Nordamerika erhöhte der Konzern die Preise für Caprolactam, Polyamid-Polymer und Copolyamid um 0,08 US-Dollar je Pfund, wirksam zum 1. September beziehungsweise gemäß bestehenden Vertragsbedingungen. Solche Preiserhöhungen deuten auf eine gewisse Preissetzungsmacht in einzelnen Segmenten hin, auch wenn das Gesamtbild der Chemiebranche angespannt bleibt.
Rhein-Niedrigwasser bleibt Risikofaktor
Das extreme Niedrigwasser am Rhein hatte BASF zuletzt gezwungen, erste Anlagen zu drosseln und einzelne Produktionen zurückzufahren. Laut Reuters sah der Konzern zu diesem Zeitpunkt noch keine signifikanten Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 2026, warnte jedoch vor steigenden Risiken bei anhaltender Dürre. Dieses Spannungsfeld – robuste Kapitalrückführung einerseits, logistische Unsicherheit andererseits – prägt derzeit das Bild des Konzerns.
Kursreaktion bleibt moderat
Die BASF-Aktie schloss am Freitag bei 52,28 Euro, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von sieben Tagen steht das Papier nahezu unverändert, während es seit Jahresbeginn um 18 Prozent zugelegt hat.
Zum 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro, erreicht im April, fehlen der Aktie noch 5,0 Prozent. Die fortgesetzten Rückkäufe dürften diese Entwicklung stützen, auch wenn die Wetterlage am Rhein ein Unsicherheitsfaktor bleibt, den Anleger im Auge behalten sollten.
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