Bei BASF kommen heute zwei Signale zusammen, die Anleger nicht ignorieren dürften: ein freundlicherer Blick der Analysten – und konkrete Schritte, um die Produktion in Europa zu stärken. Beides zielt auf dasselbe Thema: mehr Stabilität in einem weiterhin anspruchsvollen Chemieumfeld. Doch wie belastbar ist dieser Rückenwind?
Analysten werden vorsichtiger optimistisch
Berenberg hat die Aktie am Montag von „Sell“ auf „Hold“ hochgestuft. Das ist kein Euphorie-Signal, aber ein klarer Stimmungswechsel: Aus Sicht der Bank hat sich das Chancen-Risiko-Profil offenbar verbessert.
Der Schritt passt in ein breiteres Bild: Nach dem schwierigen Jahr 2025 rücken europäische Chemiewerte wieder stärker in den Fokus. Anfang Februar hatte Kepler Cheuvreux BASF zudem (neben Bayer) als Top-Pick im europäischen Chemiesektor genannt – ein Hinweis, dass mehrere Häuser mit einer möglichen Branchenerholung rechnen.
Mehr BDO aus Ludwigshafen – Lieferketten im Blick
Parallel zur Analystenmeldung hat BASF am selben Tag eine operative Maßnahme nachgelegt: Die Intermediates-Division weitet die Butandiol-(BDO)-Produktion am Standort Ludwigshafen aus. Ziel ist laut Unternehmen, die europäische Liefersicherheit zu stärken.
Dabei spielt die integrierte Verbund-Struktur am Stammwerk eine zentrale Rolle. Sie umfasst die gesamte Acetylen-Wertschöpfungskette und soll Effizienzvorteile bringen. Mit der höheren BDO-Ausbringung will BASF auch die Verfügbarkeit wichtiger Derivate absichern, darunter:
- Tetrahydrofuran (THF)
- PolyTHF
- N‑Methylpyrrolidon (NMP)
Diese Vorprodukte gehen unter anderem in Anwendungen für Polymere, Lösungsmittel, Elastomere und Hochleistungsmaterialien.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Zusätzlich baut BASF im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie biomasse-bilanzierte Varianten von BDO, THF und PolyTHF aus. Die Konzentration der Produktion in Ludwigshafen soll zudem Transportwege verkürzen und so den Produkt-CO₂-Fußabdruck senken.
Zahlen, Kurs – und der nächste Termin
Ende Januar hat BASF vorläufige Eckdaten für 2025 genannt: Der Umsatz soll bei rund 59,7 Mrd. Euro liegen (Vorjahr: 61,4 Mrd. Euro, jeweils ohne das abgetrennte Coatings-Geschäft). Beim Nettogewinn stellt der Konzern 1,6 Mrd. Euro in Aussicht – nach 1,3 Mrd. Euro im Vorjahr.
Am Markt zeigt sich zuletzt eher ein ruhiges Bild: Die Aktie liegt heute bei 50,74 Euro und damit nur leicht unter dem 52‑Wochen-Hoch (53,98 Euro). Auf 30 Tage gerechnet steht allerdings ein deutliches Plus von 15,14% zu Buche – ein Hinweis, dass bereits einiges an Erwartung eingepreist sein könnte.
Wichtige Fakten auf einen Blick
– Berenberg: Hochstufung von „Sell“ auf „Hold“ (Montag)
– Operativ: BDO-Produktion in Ludwigshafen wird ausgebaut
– Vorläufig 2025: Umsatz 59,7 Mrd. €, Nettogewinn 1,6 Mrd. €
– Nächster Fixpunkt: Geschäftsbericht 2025 am 27. Februar 2026
Unmittelbar konkret wird es damit in gut anderthalb Wochen: Am 27. Februar 2026 liefert BASF den vollständigen Bericht für 2025 – dann zeigt sich, wie stabil die Ergebnisentwicklung tatsächlich war und wie sich die operativen Maßnahmen in die Gesamtstrategie einfügen.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
