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BASF Aktie: RAG-Stiftung bestätigt Kontakt

Die RAG-Stiftung bestätigt BASF-Interesse an Evonik; konkrete Gespräche laufen derzeit nicht, ihre Haltung bleibt für einen möglichen Deal zentral.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • RAG-Stiftung bestätigt BASF-Kontakt
  • Derzeit keine konkreten Verhandlungen
  • Evonik-Aktie steigt um mehr als neun Prozent
  • Stiftung hält rund 43,8 Prozent

Jetzt ist es amtlich: BASF hat bei Evonik tatsächlich angeklopft. Die RAG-Stiftung, größte Einzelaktionärin des Essener Spezialchemiekonzerns, bestätigte in einer Ad-hoc-Mitteilung am Freitagnachmittag, von BASF auf ein mögliches freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot angesprochen worden zu sein. Konkrete Gespräche fänden derzeit nicht statt, heißt es einschränkend.

Der Markt reagierte prompt. BASF-Aktien gaben am Nachmittag um gut 2 Prozent nach, während Evonik-Papiere um mehr als 9 Prozent zulegten. Bereits am Dienstag hatte ein Fachmedium über BASF-Interesse an Evonik berichtet, seitdem erholte sich die Evonik-Aktie kontinuierlich.

Großaktionärin RAG-Stiftung hält den Schlüssel

Die RAG-Stiftung hält rund 43,8 Prozent der Evonik-Aktien. Ihre Haltung dürfte über Erfolg oder Scheitern eines möglichen Deals entscheiden. Nach eigenen Angaben will sie eine weitere Erklärung abgeben, sobald sie es für nötig hält – konkrete Fristen nannte sie nicht.

Berichten zufolge sondiert BASF das Vorhaben bereits seit mehreren Monaten mit externen Beratern. Gespräche soll es demnach nicht nur mit Evonik selbst, sondern auch direkt mit der RAG-Stiftung gegeben haben. Ein Zusammenschluss wäre angesichts eines Evonik-Börsenwerts von mehr als 8 Milliarden Euro von erheblicher Größenordnung.

Konsolidierung in schwierigem Umfeld

Die Chemiebranche kämpft derzeit mit steigenden Energiekosten infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. Ein Zukauf würde BASF helfen, seinen regionalen Fußabdruck und die Produktpalette auszubauen – auch um im Wettbewerb mit chinesischer Konkurrenz besser bestehen zu können.

Beide Unternehmen sparen bereits kräftig. BASF hat zwischen Januar 2024 und Ende Juni 2026 rund 7.000 Stellen abgebaut, vor allem am Stammsitz Ludwigshafen. Evonik plant bis Ende 2029 den Abbau von 3.200 weiteren Stellen und zieht sich zunehmend aus Massengeschäften zurück, etwa durch die geplante Trennung vom Standardchemikalien-Geschäft der Sparte Performance Materials.

Der nächste Schritt liegt nun bei der RAG-Stiftung. Ohne ihre Zustimmung dürfte ein Übernahmeangebot kaum Aussicht auf Erfolg haben – ihre für Freitagnachmittag angekündigte weitere Stellungnahme dürfte die Richtung vorgeben.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.