Starke Kursgewinne an der Börse, drastische Aufschläge für die Kunden. BASF profitiert massiv von den Verwerfungen im Nahen Osten, sieht sich aber zu extremen Maßnahmen gezwungen. Die Aktie notiert nahe dem Jahreshoch. Im Hintergrund mehren sich allerdings die Warnsignale.
Krisenprofiteur mit Preisdruck
Der Ausbruch des Iran-Kriegs wirbelt den Chemiesektor durcheinander. Einerseits treibt der Konflikt die Ölpreise in die Höhe und sorgt für Engpässe bei Basischemikalien am Golf. BASF zieht daraus direkt Kapital. Die Margen im europäischen und amerikanischen Upstream-Geschäft dürften spürbar steigen.
Parallel dazu wälzt der Konzern die massiv gestiegenen Kosten für Logistik und Energie ab. Die Preise für Haushalts- und Industriereiniger steigen um bis zu 30 Prozent. Bei Waschmittelinhaltsstoffen und industriellen Beschichtungen fallen die Aufschläge teilweise noch drastischer aus.
Ambitionierte Bewertung trifft auf Konsolidierung
An der Börse kommt das Krisenszenario bisher gut an. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von gut 20 Prozent. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 53,73 Euro bewegt sich die Aktie nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch. Der Abstand zur 200-Tage-Linie bei 45,44 Euro unterstreicht den massiven Aufwärtstrend der vergangenen Monate.
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Aktuell kühlt der Kurs leicht ab. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert bei neutralen 43,3 Punkten und signalisiert eine charttechnische Konsolidierung. Marktbeobachter warnen indes vor einer fundamentalen Überhitzung. Für das laufende Jahr wird das zyklische Unternehmen mit dem 16-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet. Das ist ein hohes Niveau für einen Konzern, dessen Erlöse im vergangenen Jahr stagnierten.
Entsprechend gespalten zeigt sich das Analystenlager. Kepler Cheuvreux stuft die Aktie auf „Hold“ ab und senkt das Kursziel auf 54 Euro. Die Experten halten die Fantasie rund um BASF als Profiteur des Nahost-Konflikts für übertrieben. Die Deutsche Bank sieht das Unternehmen hingegen als klaren Nutznießer der geopolitischen Lage und hebt das Ziel auf 55 Euro an.
Der Blick auf Ende April
Am 30. April rückt die fundamentale Realität wieder in den Vordergrund. Der Chemiekonzern präsentiert an diesem Tag die Ergebnisse für das erste Quartal. Zeitgleich stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividende von 2,25 Euro je Aktie ab. Ein starkes Zahlenwerk muss die hohe Bewertung rechtfertigen, um einen Rücksetzer der Aktie abzuwenden.
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