BASF dreht gleichzeitig an mehreren Stellschrauben: Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent in Europa und Amerika, ein designierter CEO für die Lacksparte — und die Aktie klettert auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Der Chemiekonzern setzt seinen Umbaukurs mit Nachdruck fort.
Lacksparte bekommt neuen Chef
Der Verkauf der Coatings-Sparte an ein Konsortium aus Carlyle und der Qatar Investment Authority für 7,7 Milliarden Euro nähert sich dem Abschluss. Für das zweite Quartal 2026 ist die Transaktion geplant. Jetzt steht auch die künftige Führung fest: Jens Luehring, ein auf Carve-outs und Unternehmenstransformationen spezialisierter Manager mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung, übernimmt nach dem Closing den CEO-Posten beim dann eigenständigen Beschichtungsunternehmen. Bis dahin bleibt Dr. Uta Holzenkamp an Bord und begleitet die Übergabe.
Für BASF selbst ist der Deal strategisch bedeutsam: Der Vorsteuerzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro soll direkt in das Aktienrückkaufprogramm fließen.
Preise hoch, Fragen offen
Parallel läuft eine breite Preiserhöhungsinitiative. In Europa steigen die Preise für das Standard-Amin-Portfolio — Ethanolamine, Ethylenamine und Methylamine — um bis zu 30 Prozent, begründet mit höheren Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten infolge des Konflikts im Nahen Osten. Ab dem 1. April folgen vergleichbare Anpassungen in Nord- und Südamerika für Reinigungs- und Industrieformulierungsprodukte.
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Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass höhere Aminpreise die Produktionskosten für Herbizide treiben könnten — ein Gegenwind für den Agrarbereich.
Analysten tief gespalten
Die Aktie notiert nahe ihrem gestrigen 52-Wochen-Hoch von 52,70 Euro — rund 32 Prozent über dem April-Tief des Vorjahres. Einigkeit herrscht unter Analysten dabei nicht. J.P. Morgan hält an einem Underweight-Rating mit Kursziel 36 Euro fest und sieht die Aktie von den Fundamentaldaten entkoppelt: Die EBITDA-Prognose für 2026 von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro liefere keine Belege für eine echte Ergebniswende. Die Deutsche Bank hingegen hat ihr Rating auf Buy angehoben und das Kursziel auf 55 Euro erhöht. Das mittlere Konsens-Kursziel liegt bei 49,52 Euro — also bereits unterhalb des aktuellen Kursniveaus.
Am 30. April legt BASF zeitgleich mit der Hauptversammlung seine Q1-Zahlen vor. Dann zeigt sich, ob die Preiserhöhungen tatsächlich bei den Margen ankommen — oder ob Volumeneinbußen den Effekt aufzehren. Zusätzlich belastet ein schwächerer US-Dollar das laufende Quartal mit rund 200 Millionen Euro Gegenwind.
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