Der Ludwigshafener Chemiekonzern treibt die Bereinigung seines Portfolios konsequent voran. Mit dem Verkauf der Aseptrol-Technologie trennt sich das Management von einer weiteren Nischensparte, um sich auf lukrativere Kernmärkte zu konzentrieren. Diese strategische Schlankheitskur soll helfen, die ehrgeizigen Einsparziele zu erreichen.
Tempo beim Konzernumbau
Gestern gaben die Pfälzer die Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Oxidium Technologies bekannt. Die Amerikaner übernehmen das auf Chlordioxid basierende Aseptrol-Produktportfolio, das unter anderem in der Wasseraufbereitung zum Einsatz kommt. Finanzielle Details bleiben unter Verschluss. Dieser Schritt reiht sich nahtlos in die aktuelle Strategie des Unternehmens ein. Erst Ende Februar wechselte das Geschäft mit optischen Aufhellern den Besitzer. Das Management macht spürbar Tempo beim Umbau und hat das Kostensenkungsziel bis Ende des Jahres auf 2,3 Milliarden Euro angehoben. Gleichzeitig streicht der Vorstand die Sachinvestitionen für die kommenden Jahre deutlich zusammen.
Neben dem Verkauf von Randgeschäften positioniert sich der Chemie-Riese gezielt bei zukunftsträchtigen Themen. Eine neue EU-Verordnung verbietet seit Jahresbeginn den Einsatz von Bisphenol in Lebensmittelverpackungen. Mit dem rechtzeitig eingeführten Ersatzmaterial Ultrason P liefert der Konzern Herstellern von Mehrwegflaschen oder Kaffeemaschinen nun eine passgenaue, rechtskonforme Lösung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Aktionäre im Fokus
Am Aktienmarkt sorgte zuletzt allerdings ein verhaltener Ausblick für Ernüchterung. Die EBITDA-Prognose für das laufende Jahr blieb mit maximal 7,0 Milliarden Euro hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Verantwortlich dafür sind unter anderem negative Währungseffekte durch den schwächeren US-Dollar. Entsprechend verzeichnete die Aktie heute einen leichten Rückgang um 1,32 Prozent auf 46,93 Euro. Dennoch hält sich das Papier mit einem Plus von knapp fünf Prozent seit Jahresbeginn vergleichsweise stabil.
Um die Anleger bei Laune zu halten, setzt die Führungsebene auf großzügige Ausschüttungen. Bis 2028 sollen über Dividenden und laufende Aktienrückkäufe mindestens 12 Milliarden Euro an die Anteilseigner fließen. Die nächste wichtige Wegmarke im Kalender ist die Hauptversammlung am 30. April in Mannheim. Dort steht neben der Wahl von Mark Garrett in den Aufsichtsrat auch die Freigabe der Dividende auf der Agenda. Bereits im anstehenden zweiten Quartal dürfte zudem der geplante Verkauf der Lacksparte den Konzernumbau weiter beschleunigen.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
