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BASF Aktie: Mehrgleisig unterwegs

BASF treibt Portfoliostraffung voran und erhöht Preise für Additive, während die Prognose für 2026 hinter Analystenerwartungen zurückbleibt. Der Fokus liegt auf Wachstum in Asien.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Preiserhöhung für Additiv-Portfolio um bis zu 20 Prozent
  • Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro übertroffen
  • EBITDA-Prognose für 2026 unter Konsenserwartung
  • Strategische Fokussierung auf den asiatischen Markt

Kostensparen und gleichzeitig wachsen — BASF versucht beides. Kurz vor der Chinaplas 2026 in Shanghai zeigt der Konzern, dass er Asien als strategisches Gegengewicht zum schwachen europäischen Umfeld ernst nimmt.

Preiserhöhung und Messepräsenz in einem Zug

Vom 21. bis 24. April präsentiert BASF auf der weltgrößten Kunststoffmesse seine Additivlösungen für Außenanwendungen, Landwirtschaft und industrielle Applikationen. Darunter das neu entwickelte Tinuvin NOR 600, das UV-Schutz und Säureresistenz für Materialien wie Dachmembranen und Kunstrasen kombiniert. Ebenfalls im Fokus: ein Irgastab-Portfolio für rotationsgegossene Behälter, das bis zu 20 Jahre UV-Schutz verspricht.

Parallel zur Messevorbereitung hat BASF eine Preiserhöhung von bis zu 20 Prozent für sein gesamtes Antioxidantien-, Prozessstabilisatoren- und Lichtstabilisatorenportfolio angekündigt — weltweit. Das ist kein kleines Signal: In einem Umfeld fallender Preise und chinesischer Überkapazitäten setzt der Konzern damit auf Margenstabilisierung über das Additivgeschäft.

Portfoliobereinigung schreitet voran

Gleichzeitig läuft die Portfoliostraffung weiter. Anfang März schloss BASF den Verkauf ausgewählter Hydrosulfit-Vermögenswerte an Silox ab — ein Schritt, der bereits im September 2025 angekündigt worden war. Ende Februar folgte der Abschluss des Verkaufs des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel. Beide Transaktionen unterstreichen die konsequente Trennung von Randaktivitäten.

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Das Restrukturierungsprogramm zeigt messbare Ergebnisse: Bis Ende 2025 erreichte BASF jährliche Kosteneinsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro — 100 Millionen mehr als ursprünglich geplant.

Prognose bleibt hinter Erwartungen

Für 2026 stellt das Management ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt spürbar unter der Konsensschätzung von rund 7,0 Milliarden Euro — ein Grund, weshalb die Aktie trotz des Jahresplus von rund acht Prozent noch rund neun Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert.

Am 30. April legt BASF die Quartalszahlen vor und trifft sich am selben Tag zur Hauptversammlung in Mannheim. Die Chinaplas-Präsenz kurz davor gibt einen Vorgeschmack darauf, ob der Konzern seine Wachstumsambitionen in Asien mit konkreten Abschlüssen unterfüttern kann.

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