BASF zieht dieser Tage gleich mehrere Fäden gleichzeitig: neue „grünere“ Produkte, digitale Lösungen für klimabezogene Nachweise – und in wenigen Tagen die offiziellen Jahreszahlen. Genau diese Mischung aus Strategie und Zahlenwerk macht die Woche für Anleger interessant. Was steckt hinter den Ankündigungen – und worauf zielt der Konzern damit ab?
Nachhaltigkeit: AdBlue mit Grünstrom
Heute hat BASF die Markteinführung von AdBlue GE (Green Electricity) bekanntgegeben. Der Clou: Laut Unternehmen wird das Produkt vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt. Die grüne Elektrizität stammt vom Offshore-Windpark Hollandse Kust Zuid und wird über den Massenbilanzansatz zugeordnet.
Der Start erfolgt zunächst in der Schweiz, weitere europäische Länder sollen folgen. Wichtig für die Praxis: BASF betont, AdBlue GE sei qualitativ und leistungsmäßig identisch mit konventionellem AdBlue und als Drop-in-Lösung ohne Anpassungen nutzbar. Das senkt die Hürde für Kunden – und passt zur Idee, Nachhaltigkeit über das Produktportfolio in den Markt zu bringen.
US-Plattform „Circalo“: Dokumentation als Schlüssel
Ebenfalls heute folgte in Nordamerika der Start von Circalo: Low Carbon Intensity Crops. Die digitale Plattform vernetzt Landwirte, Agronomen und Ethanolproduzenten und soll dabei helfen, die Kohlenstoffintensität landwirtschaftlicher Praktiken zu dokumentieren.
Der Hintergrund ist klar umrissen: Circalo wurde für die Anforderungen des Clean Fuel Production Credit (Section 45Z) entwickelt, der im Rahmen des Inflation Reduction Act geschaffen wurde. Ethanolproduzenten können damit nachvollziehbar machen, wie Praktiken wie Zwischenfruchtanbau oder reduzierte Bodenbearbeitung die Kohlenstoffintensität ihrer Rohstoffe beeinflussen. BASF stützt die Lösung auf die eigenen xarvio-Digitaltools.
Blick nach vorn: Jahreszahlen am 27. Februar
Der nächste Fixpunkt steht schon: Am 27. Februar 2026 um 10:30 Uhr will BASF auf der Jahrespressekonferenz in Ludwigshafen die Geschäftszahlen für 2025 präsentieren (inklusive Internet-Übertragung). Vorstandschef Markus Kamieth und CFO Dirk Elvermann übernehmen die Präsentation.
Vorläufige Eckdaten liegen bereits vor: Für 2025 erwartet BASF einen Umsatz von rund 59,7 Mrd. Euro nach 61,4 Mrd. Euro im Vorjahr (bereinigt um das abgespaltene Coatings-Geschäft). Laut Unternehmen konnten leicht gestiegene Absatzmengen negative Währungseffekte und geringfügig niedrigere Preise nicht komplett ausgleichen – ein wichtiger Hinweis darauf, wo 2025 Gegenwind kam.
Zum Wochenbild passt auch eine Meldung von Montag (16. Februar): BASF will die BDO-Produktion (1,4-Butandiol) am Standort Ludwigshafen erhöhen, um die europäische Versorgungssicherheit zu stärken.
Zum Marktbild: Die BASF-Aktie gibt heute nach und notiert bei 48,77 Euro (‑2,28%). Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 11,81% zu Buche – die kommenden Details zur Jahresbilanz am 27. Februar dürften damit zur nächsten Orientierungsmarke werden.
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