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BASF Aktie: Keine lichten Momente?

Am 30. April präsentiert BASF frische Quartalszahlen, hält Hauptversammlung ab und stimmt über die Ausgliederung der Agrarsparte ab.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Q1-Zahlen und Hauptversammlung am selben Tag
  • Abstimmung über Agrar-Spin-off geplant
  • Kostenziel auf 2,3 Milliarden Euro erhöht
  • Dividendenvorschlag von 2,25 Euro je Aktie

Am kommenden Mittwoch trifft bei BASF alles auf einmal ein. Quartalszahlen, Hauptversammlung und die Abstimmung über den Agrar-Spin-off fallen auf den 30. April — ein Termin, der in dieser Dichte selten ist.

Zahlen vor der HV: Echtzeit-Reaktion der Aktionäre

Um 7:00 Uhr erscheinen die Q1-Ergebnisse. Drei Stunden später beginnt die Hauptversammlung. Aktionäre reagieren also auf frische Zahlen, während sie gleichzeitig über die Zukunft des Konzerns abstimmen.

Das Q1-Bild dürfte gemischt ausfallen. Der schwache US-Dollar belastet das operative Ergebnis mit bis zu 200 Millionen Euro. Hohe Energiekosten in Europa und schwache Nachfrage aus der Auto- und Bauindustrie kommen hinzu. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro — der Mittelwert liegt unter dem Konsens von rund 7,0 Milliarden Euro.

Agrar-Spin-off: Die eigentliche Weichenstellung

Der strukturell wichtigste Tagesordnungspunkt ist die Ausgliederung der Agrarsparte. Die Aktionäre entscheiden, ob Agricultural Solutions in eine eigenständige Tochtergesellschaft überführt wird. Das ist die Voraussetzung für einen geplanten Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2027.

Die Sparte ist kein Randgeschäft. 2025 erzielte sie einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro. BASF plant, die neue Gesellschaft als Europäische Aktiengesellschaft zu listen und dabei Mehrheitsaktionär zu bleiben. Ab dem 1. Mai übernimmt Dr. Livio Tedeschi als Vorsitzender des neuen Management Boards die Führung. Die IT-Umstellung auf ein eigenständiges ERP-System läuft: In Nordamerika ist sie abgeschlossen, für die übrigen Regionen bis Anfang 2027 geplant.

Kostenprogramm als Puffer

Auf der Kostenseite liefert BASF handfeste Fortschritte. Das Einsparziel wurde auf 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angehoben — von zuvor 2,1 Milliarden Euro. Bis Ende 2025 hatte der Konzern bereits jährliche Einsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro erreicht und das ursprüngliche Ziel damit übertroffen.

Hinzu kommt das laufende Aktienrückkaufprogramm. Bis Ende Juni 2026 sind Käufe von bis zu 1,5 Milliarden Euro vorgesehen, als Teil eines angekündigten Gesamtvolumens von 4 Milliarden Euro bis 2028.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie vor — ein Signal der Verlässlichkeit, auch wenn die Jahresprognose gedämpft bleibt.

Die BASF-Aktie steht mit rund 54,32 Euro knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 54,70 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie gut 21 Prozent zugelegt. Der RSI von 23,6 zeigt überverkaufte Niveaus an — ein technisches Detail, das kurzfristig Gegenwind bedeuten kann, aber auch Spielraum nach oben lässt, wenn der Mittwoch positiv überrascht.

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