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BASF Aktie: JPMorgan hebt Ziel auf 40 Euro, bleibt skeptisch

Trotz Kursanstieg bleibt JPMorgan skeptisch: Überkapazitäten und China-Konkurrenz belasten BASF besonders im zweiten Halbjahr 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • JPMorgan belässt BASF auf Verkaufsempfehlung
  • Überkapazitäten aus China als Hauptrisiko
  • Indien-Tochter mit gemischten Quartalszahlen
  • Coatings-Verkauf an Carlyle im zweiten Quartal

Die Aktie von BASF notiert bei 51,60 Euro – nur fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Doch die Stimmung bei Analysten bleibt trotz des jüngsten Kursanstiegs von über 15 Prozent seit Jahresbeginn gedämpft. JPMorgan sieht fundamentale Risiken, die den Optimismus trüben könnten.

Kursziel angehoben, Verkaufsempfehlung bleibt

Analyst Chetan Udeshi hat das Kursziel für BASF von 36 auf 40 Euro angehoben, belässt die Aktie aber auf „Underweight“ – einer Verkaufsempfehlung. Die Begründung: Kurzfristige positive Effekte, etwa durch geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten, ließen allmählich nach. Gleichzeitig setzte die Bank die BASF-Aktie auf eine „Negative Catalyst Watch“ – eine Beobachtungsliste für potenziell negative Nachrichten vor dem Quartalsbericht im Juli.

Der RSI von 89,5 deutet darauf hin, dass die Aktie kurzfristig überkauft ist. Seit dem 52-Wochen-Tief bei 41,43 Euro im Juli 2025 hat sie um knapp 25 Prozent zugelegt – ein Lauf, der aus Sicht von JPMorgan nicht auf einem soliden Fundament steht.

Strukturelle Probleme statt Sondereffekte

Die Zurückhaltung der Analysten hat einen Namen: Überkapazitäten. JPMorgan verweist auf den wachsenden Preisdruck durch die Konkurrenz aus China und anderen asiatischen Ländern. Das treffe europäische Produzenten besonders hart. Die strukturellen Verschiebungen dürften nach Einschätzung der Bank vor allem das zweite Halbjahr 2026 und das gesamte Geschäftsjahr 2027 belasten.

Die bisherigen Sondereffekte? Sie reichen nicht aus, um die fundamentalen Schwierigkeiten am Standort Europa dauerhaft zu kompensieren.

Indien-Geschäft zeigt Licht und Schatten

Ein Blick auf die Tochter BASF India liefert ein gemischtes Bild. Der operative Umsatz stieg um 2 Prozent auf umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis sank jedoch um 9 Prozent. Während die Industriesparte um 22 Prozent zulegte und Nutrition & Care um 5 Prozent wuchs, brach das Agrargeschäft um 6 Prozent ein.

Positiv: Der Verkauf der Coatings-Sparte an Carlyle für umgerechnet rund 264 Millionen Euro soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Ein Schritt im Zuge der Portfolio-Optimierung, der aber an den strukturellen Problemen des Gesamtkonzerns wenig ändert.

Die entscheidende Frage ist, ob die aktuellen Prognosen für das zweite Halbjahr halten. Der Sommer mit den detaillierten Quartalszahlen wird zeigen, ob BASF den Gegenwind aus China und die schwächere Nachfrage in Europa tatsächlich kompensieren kann – oder ob die Warnungen von JPMorgan der Realität näherkommen als die jüngste Kursrallye.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.