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BASF Aktie: JPMorgan auf Negative Catalyst Watch

JPMorgan setzt BASF auf Negativliste trotz leicht erhöhtem Kursziel. Analysten sehen steigenden Druck durch Überkapazitäten und politische Kosten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • JPMorgan warnt vor Kursrisiken
  • Kursziel steigt leicht auf 40 Euro
  • Überkapazitäten und Preisdruck belasten
  • EU-Emissionshandel erhöht Kostenbasis

BASF startet in einen heiklen Sommer. JPMorgan setzt die Aktie auf „Negative Catalyst Watch“, obwohl das Kursziel leicht steigt. Der Kernkonflikt: Der Markt hat Erholung eingepreist, die Analysten sehen wieder mehr Gegenwind aus der Chemiebranche.

JPMorgan rechnet mit Druck im Juli

Die US-Bank bleibt bei „Underweight“. Das Kursziel steigt von 36 auf 40 Euro, liegt aber klar unter dem aktuellen Börsenkurs. Die Warnliste zeigt, dass JPMorgan rund um den Quartalsbericht im Juli negative Impulse erwartet.

Analyst Chetan Udeshi verweist auf eine mögliche Rückkehr des „Branchen-Blues“. Der kurze Rückenwind durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten verliert nach seiner Einschätzung an Kraft. Wieder stärker zählen Überkapazitäten, Preisdruck und Konkurrenz aus China sowie anderen asiatischen Märkten.

Das trifft BASF an einer empfindlichen Stelle. Chemieunternehmen kämpfen nicht nur mit schwacher Nachfrage. Viele Anbieter haben zu viel Kapazität im Markt, was Auslastung und Margen belastet.

Politik erhöht den Kostendruck

Neben dem Markt kommt politischer Druck hinzu. VCI-Präsident Markus Steilemann warnt in einem Schreiben an Bundeskanzler Merz vor der geplanten Reform des EU-Emissionshandels. Der Verband sieht die Branche technisch und finanziell überfordert.

Konkret geht es um strengere Regeln für kostenlose Emissionszertifikate. Laut VCI könnten der deutschen Chemiebranche jährliche Zusatzlasten im deutlich dreistelligen Millionenbereich entstehen. Der Verband fordert eine Pause, solange Wasserstoff- und Netzinfrastruktur fehlen.

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Für BASF ist das mehr als ein Randthema. Die Produktion ist energieintensiv, höhere Energie- oder CO2-Kosten treffen direkt die Kostenbasis. Kein Wunder, dass die Branche politische Entlastung fordert.

Kurs bleibt stark, aber angespannt

Am Freitag schloss die BASF-Aktie bei 51,58 Euro, ein Minus von 1,00 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 1,83 Prozent.

Seit Jahresanfang liegt der Titel dennoch 15,29 Prozent vorn. Der RSI von 89,5 zeigt allerdings ein technisch heißes Bild. Das macht die Aktie anfällig, falls der Juli-Bericht enttäuscht.

Auch die Konjunktur hilft kaum. Der DIHK hat seine Prognose für Deutschland auf 0,3 Prozent Wachstum gesenkt. Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen nennen Energie- und Rohstoffpreise als größtes Geschäftsrisiko.

Die Analystenspanne zeigt, wie uneins der Markt ist. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 52,86 Euro, die Bandbreite reicht von 40 bis 65 Euro. JPMorgan steht damit am unteren Ende.

Im Juli liefert BASF den nächsten Fixpunkt. Besonders relevant bleibt der Free Cashflow, den der Markt für das Gesamtjahr in einer Spanne von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro erwartet. Die geschätzte Dividende liegt derzeit bei 2,28 Euro je Aktie.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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