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BASF Aktie: Hoffnungen zerplatzt?

BASF erwartet für 2026 ein moderates EBITDA und kündigt weitere Kosteneinsparungen an. Die Aktie verliert nach der Präsentation der Jahreszahlen deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vorsichtige Prognose für das EBITDA 2026
  • Stabile Dividende trotz rückläufigem Free Cashflow
  • Verschärfter Sparkurs mit höheren Einsparzielen
  • Aktienkurs fällt nach Jahrespressekonferenz

BASF muss Anleger auf eine zähe Strecke einstellen. Der Jahresausblick bleibt vorsichtig, eine echte Markterholung ist im Basisszenario nicht eingepreist – und genau das kam nach der Jahrespressekonferenz schlecht an. Gleichzeitig zieht der Konzern den Spar- und Umbaukurs spürbar an.

Prognose: Weniger Rückenwind, mehr Gegenwind

Für 2026 stellt BASF beim EBITDA vor Sondereinflüssen 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelwert lag laut Unternehmen unter dem, was viele im Markt erwartet hatten. Dazu kommt ein angekündigter Währungsgegenwind von 200 Millionen Euro im ersten Quartal.

CEO Markus Kamieth betonte zudem, dass kurzfristig weder mit einer deutlichen Markterholung noch mit einer spürbaren geopolitischen Entspannung gerechnet wird. Der Start ins erste Quartal sei „herausfordernd“ gewesen – mit schwachen Mengen außerhalb Chinas, besonders im Januar. Die Aktie wirkt damit angeschlagen: In den vergangenen sieben Tagen steht sie 7,65% im Minus, heute verliert sie 0,91% auf 45,85 Euro.

2025: Operativ schwächer – und trotzdem Dividende

Operativ lief 2025 rückläufig: Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 9,5% auf 6,554 Milliarden Euro, der Umsatz ging auf 59,657 Milliarden Euro zurück – auch wegen negativer Währungseffekte. Der Nettogewinn stieg zwar dank staatlicher Zahlungen für Wintershall Dea, das ändert aber nichts am Kernproblem: Das Tagesgeschäft stand unter Druck.

Trotzdem bleibt die Dividende stabil. Vorgeschlagen sind 2,25 Euro je Aktie für 2025 – unverändert. Auffällig ist dabei die Deckung: Der Free Cashflow lag mit 1,342 Milliarden Euro klar unter der Gesamtausschüttung von rund 2 Milliarden Euro. Ein Teil der Ausschüttung wird damit aus der Bilanz sowie aus Erlösen von Vermögensverkäufen finanziert.

Sparkurs und Portfolioumbau: Der Hebel für 2026

Als Antwort verschärft BASF den Kostenfokus. Bis Ende 2025 erreichten die Einsparungen eine jährliche Laufrate von 1,7 Milliarden Euro. Das neue Ziel: 2,3 Milliarden Euro jährliche Einsparungen bis Ende 2026. Dafür plant der Konzern Restrukturierungskosten von insgesamt 1,9 Milliarden Euro. Zusätzlich werden Funktionen in kosteneffiziente Hubs nach Indien und Malaysia verlagert.

Auch bei Investitionen wird gekürzt: Das Budget für 2026 bis 2029 sinkt um 20% auf 13 Milliarden Euro. Parallel läuft der Portfolioumbau: Der Verkauf optischer Aufheller an Catexel ist abgeschlossen, der Verkauf der Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 folgen. Für 2027 bereitet BASF zudem die Abspaltung eines Teils des Agrargeschäfts per Börsengang vor. Die Nettoschulden sanken zuletzt auf 18,33 Milliarden Euro.

Unterm Strich läuft alles auf eine Frage hinaus: Reichen Einsparungen und Portfolioumbau aus, um das schwierige Marktumfeld ohne Markterholung zu überbrücken? BASF setzt genau darauf – und stellt für 2026 je nach Segment ein gemischtes Bild in Aussicht, mit Zuwächsen etwa in Nutrition & Care und Chemicals, aber währungsbedingtem Gegenwind in anderen Bereichen.

Am 30. April 2026 steht die Hauptversammlung an. Bis dahin dürften vor allem zwei Punkte im Fokus bleiben: ob der verschärfte Sparkurs operativ schneller greift – und ob der Konzern die Dividende trotz der Free-Cashflow-Lücke weiter so stabil halten kann.

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