Die BASF-Aktie steht seit Wochen unter Druck — und die Stimmungslage bleibt gedämpft. Nach einem Kursrückgang von rund zehn Prozent in den vergangenen zwölf Monaten notiert das Papier aktuell bei 45,53 Euro, knapp unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 47,44 Euro. Die Gründe dafür sind vielschichtig.
Prognose verfehlt den Konsens knapp
Ende Februar legte BASF seine Jahreszahlen vor — und lieferte dabei einen vorsichtigen Ausblick. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll 2026 zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen. Die Obergrenze dieser Spanne bleibt knapp unter dem durchschnittlichen Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro. Kein dramatischer Ausreißer, aber eben auch kein Signal der Stärke.
Vorstandschef Markus Kamieth erwartet kurzfristig weder eine konjunkturelle Belebung noch eine Entspannung geopolitischer Spannungen. Hinzu kommt ein schwächerer US-Dollar, der allein im ersten Quartal mit einem Währungseffekt von rund 200 Millionen Euro zu Buche schlagen könnte. Als Gegenmaßnahme hat BASF das Kostensparziel auf 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angehoben — von zuvor 2,1 Milliarden Euro.
Das strukturelle Problem bleibt die Energiekosten. Als einer der größten Einzel-Gasverbraucher in Deutschland ist BASF direkt von der europäischen Energiepreisstruktur abhängig. Die Kostenschere gegenüber Standorten in Nordamerika oder China hat sich in den vergangenen Jahren geöffnet, was das Unternehmen zwingt, energieintensive Kapazitäten in Europa kritisch zu überprüfen.
Analysten mit breiter Meinungsspanne
Das Analystenurteil fällt uneinheitlich aus:
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- J.P. Morgan (Chetan Udeshi): Underweight, Kursziel 36 Euro — er sieht den Kurs von den Fundamentaldaten entkoppelt
- UBS (Geoff Haire): Neutral, Kursziel leicht gesenkt auf 47 Euro (von 48 Euro) — anhaltende Überkapazitäten in Kernmärkten als Hauptargument
- Konsens-Kursziel laut BASF-Analystenseite: 49,52 Euro, bei einer Spanne von 36 bis 62 Euro
Die breite Kurszielspanne von 26 Euro zwischen dem pessimistischsten und optimistischsten Analysten zeigt, wie unterschiedlich die Erwartungen an Timing und Ausmaß einer Chemiezyklus-Erholung ausfallen.
Hauptversammlung mit substanzieller Agenda
Am 30. April 2026 trifft sich BASF zur Hauptversammlung — mit einer Agenda, die über Formalitäten hinausgeht. Zur Abstimmung stehen die Ausgliederung des Agricultural-Solutions-Bereichs sowie das laufende Aktienrückkaufprogramm. Bis zum 10. März hatte BASF bereits 17,58 Millionen Aktien für 789 Millionen Euro zurückgekauft. Das Gesamtvolumen des Programms beläuft sich auf bis zu 4 Milliarden Euro bis 2028.
Zudem schlägt der Vorstand eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie vor. Auszahlung wäre am 6. Mai 2026, der Ex-Dividenden-Tag fällt auf den 4. Mai. Bei einem aktuellen Kurs von 45,53 Euro entspricht das einer Dividendenrendite von knapp fünf Prozent — ein Argument, das einige Investoren trotz der schwierigen Gesamtlage in der Aktie hält.
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