Ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 liegt hinter dem Chemieriesen, und der Blick nach vorne verheißt zunächst wenig Besserung. BASF verfehlte mit seinem Ausblick für 2026 die Erwartungen der Analysten deutlich. Konzernchef Markus Kamieth reagiert nun mit drastischen Maßnahmen auf die anhaltende Flaute: Die Investitionen werden gekappt und das Sparprogramm massiv ausgeweitet, um die Profitabilität zu sichern.
Prognose verfehlt Markterwartungen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) sank 2025 um 9,5 Prozent. Besonders schwer wiegt jedoch der Ausblick auf das laufende Jahr. Während Analysten im Schnitt mit einem operativen Ergebnis von rund 7,0 Milliarden Euro gerechnet hatten, stellt das Management lediglich einen Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro in Aussicht.
Verantwortlich für die Zurückhaltung sind geopolitische Unsicherheiten, Währungseffekte und eine nur schleppende Nachfrageerholung. Vor allem das Stammwerk in Ludwigshafen bereitet Sorgen: Die dortige BASF SE verbuchte einen operativen Verlust von über einer Milliarde Euro. Das Unternehmen rechnet erst gegen Ende 2026, vornehmlich aber im Jahr 2027, mit einer spürbaren Verbesserung des globalen Marktumfelds.
Investitionen runter, Effizienz rauf
Um dem Margendruck entgegenzuwirken, verschärft der Vorstand den Sparkurs drastisch. Das Ziel für jährliche Kostensenkungen bis Ende 2026 wurde auf 2,3 Milliarden Euro angehoben. Gleichzeitig setzt BASF den Rotstift bei den Zukunftsausgaben an: Das Investitionsbudget für die kommenden vier Jahre wurde um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro gekürzt.
Parallel dazu treibt der Konzern den Umbau seines Portfolios voran. Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern wurde Ende Februar finalisiert, während die Agrarsparte bis 2027 fit für einen Börsengang gemacht werden soll. Auch das Lackgeschäft steht vor einem Verkauf. Diese Maßnahmen sollen die Bilanz stärken und die Abhängigkeit von zyklischen Schwankungen verringern.
Dividende nicht durch Cashflow gedeckt
Trotz der operativen Schwäche hält BASF an seiner investorenfreundlichen Ausschüttungspolitik fest. Die Dividende soll stabil bei 2,25 Euro je Aktie bleiben, ergänzt durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm.
Hier offenbart sich jedoch eine finanzielle Lücke: Der freie Cashflow lag 2025 bei 1,342 Milliarden Euro und deckt damit die Ausschüttungssumme von rund 2 Milliarden Euro nicht ab. Die Finanzierung der Aktionärsrendite erfolgt somit teilweise aus der Substanz beziehungsweise aus den Erlösen der Portfolioverkäufe.
Aktuell notiert das Papier bei 45,87 Euro. Damit handelt die Aktie unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 46,88 Euro und weist einen Abstand von rund 15 Prozent zum 52-Wochen-Hoch auf.
Übergangsjahr 2026
Für Anleger stellt 2026 ein weiteres Übergangsjahr dar, in dem strukturelle Anpassungen im Vordergrund stehen. Die Führungsebene setzt darauf, durch strikte Disziplin bei Kosten und Investitionen die Zeit bis zur erhofften Markterholung zu überbrücken. Ob die geplanten Einsparungen ausreichen, um die anhaltenden Belastungen durch hohe Energiekosten und internationale Konkurrenz vollständig zu kompensieren, werden die kommenden Quartalsberichte zeigen müssen.
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