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BASF Aktie: Harte Realität

BASF-Chef Markus Kamieth sieht für 2026 keine konjunkturelle Erholung. Die Aktie muss sich auf interne Restrukturierung und eine neue Standortvereinbarung für Ludwigshafen stützen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Keine betriebsbedingten Kündigungen in Ludwigshafen bis 2028
  • Jährliche Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro
  • Aktienrückkäufe als technischer Stützungsfaktor
  • Hohe Energiekosten und schwache Nachfrage belasten

Die BASF-Aktie startet schwer belastet ins neue Jahr. Während heute die neue Standortvereinbarung für Ludwigshafen in Kraft tritt, dämpft CEO Markus Kamieth jede Hoffnung auf eine schnelle Erholung: Die chemische Industrie durchlebe die „schwierigste Zeit seit 25 Jahren“. Für Anleger bedeutet das ein Jahr ohne konjunkturellen Rückenwind.

Der Aktienkurs von rund 44,57 Euro zum Jahresende 2025 spiegelt die Skepsis des Marktes wider. Das zurückliegende Börsenjahr wurde von Analysten als „verschenktes Jahr“ bezeichnet – nun beginnt die operative Umsetzung des strikten Sparkurses unter erschwerten Bedingungen.

Standortvereinbarung schafft Stabilität auf Zeit

Die heute greifende Vereinbarung für das Stammwerk Ludwigshafen definiert klare Rahmenbedingungen bis Ende 2028:

  • Beschäftigungssicherung: Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2028
  • Investitionszusage: Mindestens 1,5 bis 2 Milliarden Euro jährlich
  • Verlängerungsoption: Automatische Fortsetzung um zwei Jahre bei Erreichen der Profitabilitätsziele

Die Vereinbarung verschafft der Belegschaft Planungssicherheit, setzt das Management jedoch unter enormen Druck. Die Profitabilität muss ohne Personalabbau wiederhergestellt werden – ausschließlich durch Modernisierung und Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen.

Kamieth warnt vor schwachem Jahr

Die Aussage des Konzernchefs wiegt schwer: Keine spürbare konjunkturelle Belebung in 2026. Externe Marktkräfte werden kaum Unterstützung liefern. Die hohen Energiekosten in Deutschland und die schwache globale Nachfrage bleiben bestimmende Faktoren.

Für die Kursentwicklung bedeutet dies: Sie hängt fast ausschließlich von der internen Restrukturierung und Kostendisziplin ab. Die fundamentalen Schwächen lassen sich kurzfristig nicht beseitigen.

Aktienrückkauf stützt technisch

Einziger stabilisierender Faktor bleibt das laufende Rückkaufprogramm. Bis Ende Dezember 2025 hat BASF über 8 Millionen eigene Aktien vom Markt genommen, allein in der Weihnachtswoche rund 350.000 Stück. Der technische Ausbruch über die 200-Tage-Linie Ende Dezember war ein erstes positives Signal, das sich nun im volatilen Januar-Handel beweisen muss.

Doch das Programm kann die strukturellen Probleme nicht lösen – es begrenzt lediglich das Abwärtsrisiko.

Die heute gestarteten Milliarden-Investitionen in Ludwigshafen zielen auf mittelfristige Wettbewerbsfähigkeit. Bis die Effekte greifen, dominiert die Vorsicht. Die Dividendenrendite bietet Haltern einen gewissen Puffer, doch das Aufwärtspotenzial bleibt durch die pessimistische Branchenprognose stark limitiert. 2026 wird ein Übergangsjahr ohne schnelle Gewinne.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.

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