Das Management von BASF hat die Erwartungen für 2026 deutlich nach unten korrigiert. Mit einem anvisierten EBITDA-Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro bleibt die offizielle Prognose spürbar hinter dem Marktkonsens von rund 7,0 Milliarden Euro zurück — ein Signal, dass der Konzern das laufende Jahr nüchtern bewertet.
Hinter dieser Vorsicht steckt ein Mix aus strukturellen und konjunkturellen Belastungen. Die europäische Bau- und Automobilindustrie — zwei der wichtigsten Abnehmermärkte — zeigt weiterhin keine klaren Erholungszeichen. Gleichzeitig verdeutlichen aktuelle ifo-Daten die Tiefe des Problems: Der Geschäftsklimaindex für die deutsche Chemiebranche brach im März auf minus 25,0 Punkte ein, nach minus 16,7 Punkten im Vormonat. Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel mit minus 31,9 Punkten noch schärfer aus.
Währung, Energie, Geopolitik
Erschwerend kommen externe Faktoren hinzu. Der schwache US-Dollar drückt auf die Umrechnung von Auslandsumsätzen — allein im ersten Quartal könnten Währungseffekte das operative Ergebnis um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Gleichzeitig sorgt der anhaltende Iran-Konflikt für erhöhte Volatilität bei Rohöl- und Energiepreisen. Für einen energieintensiven Chemiekonzern ist das in einem Umfeld mit begrenzter Preissetzungsmacht besonders heikel.
Als Antwort hat die Konzernleitung den Sparkurs verschärft. Das Kostensenkungsziel wurde auf jährliche Einsparungen von 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angehoben, gestützt durch Prozessoptimierungen und Kapazitätsanpassungen an europäischen Standorten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Rückkäufe laufen, Analysten gespalten
Trotz des Gegenwinds hält BASF an seiner Kapitalrückgabe fest. Das seit November 2025 laufende Aktienrückkaufprogramm wurde bis Ende März aktiv fortgeführt — insgesamt erwarb der Konzern bislang rund 18,9 Millionen eigene Aktien. Für das laufende Jahr ist eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie vorgesehen, deren Bestätigung auf der Hauptversammlung am 30. April in Mannheim erwartet wird.
Bei den Analysten gehen die Einschätzungen auseinander. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel auf 63 Euro und sieht beim bereinigten EBITDA im ersten Quartal eine mögliche Überraschung von rund 16 Prozent gegenüber früheren Schätzungen — die Einstufung bleibt „Buy“. Die UBS hob ihr Kursziel zwar ebenfalls an, von 47 auf 52 Euro, bewertet den Titel aber weiterhin mit „Neutral“ und verweist auf Gewinrisiken aus dem Iran-Konflikt.
Am 30. April legt BASF die vollständigen Q1-Zahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die forcierten Einsparungen die Währungs- und Energiebelastungen tatsächlich abfedern konnten — und ob Goldman Sachs mit seiner optimistischeren Einschätzung richtig liegt.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 6. April liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
