Deutsche Bank Research hat BASF am Montag medienberichten zufolge von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft. Das Kursziel senkte das Analysehaus von 60 auf 53 Euro. Analystin Virginie Boucher-Ferte begründete den Schritt mit Unsicherheit und Ausführungsrisiken rund um die geplante Übernahme von Evonik.
Evonik-Pläne prägen die Bewertung
Reuters berichtete am Freitag unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen, BASF habe ihr Übernahmeangebot erhöht. Demnach stieg die Offerte von rund 22,15 auf 24 Euro je Evonik-Aktie. Das Angebot bewertet Evonik dem Bericht zufolge mit rund 11,18 Milliarden Euro.
Zu den Bedingungen einer möglichen Übernahme hatte sich Vorstandschef Markus Kamieth am Donnerstag geäußert. Laut Reuters erklärte er, BASF werde bestehende Standort- und Beschäftigungszusagen Evoniks respektieren. Betriebsbedingte Kündigungen blieben bis 2032 ausgeschlossen; Tarifverträge und Sozialpartnerschaft sollten unangetastet bleiben.
Rückkäufe und zusätzliche Produktionskapazität
Am Montag meldete BASF außerdem weitere Käufe eigener Aktien im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms. Im Zeitraum vom 19. bis einschließlich 23. Oktober kaufte das Unternehmen 742.191 eigene Aktien zurück.
Seit dem Programmstart am 3. August hatte BASF damit bis einschließlich 23. Oktober insgesamt 7.240.102 eigene Aktien erworben.
Im operativen Geschäft nahm BASF gestern die erweiterte Produktionskapazität für Alkylpolyglucoside, kurz APG, am Standort Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio in Betrieb. Nach Unternehmensangaben stärkt die Erweiterung die regionale Versorgung in Nordamerika.
Für heute hat BASF die Veröffentlichung seiner Quartalsmitteilung für das dritte Quartal 2026 angekündigt. Als Veröffentlichungszeit nennt das Unternehmen 7.00 Uhr MEZ. Die Ergebnisse sollen ab 10.30 Uhr MEZ in einer Pressekonferenz erläutert werden.
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