Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen enttäuscht mit den Jahreszahlen 2025 auf ganzer Linie. Das operative Ergebnis fiel deutlich schwächer aus als erwartet – und das hat Gründe, die aufhorchen lassen.
Mit einem EBITDA vor Sonderposten von 6,6 Milliarden Euro verfehlte BASF am Donnerstagabend nicht nur die eigene Prognose von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro, sondern auch die Analystenschätzungen von 6,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 7,2 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem geschrumpfte Margen und belastende Währungseffekte.
Der Umsatz sank ebenfalls – von 61,4 Milliarden Euro auf 59,7 Milliarden Euro. Zwar legten die Absatzmengen leicht zu, doch negative Währungseffekte und sinkende Verkaufspreise fraßen die positiven Impulse restlos auf.
Restrukturierung kostet mehr als geplant
Besonders bitter: Beim EBIT musste BASF mit 1,6 Milliarden Euro einen regelrechten Absturz hinnehmen. Die Analystenschätzungen lagen bei 2,2 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es noch 1,8 Milliarden Euro gewesen. Der Grund liegt in drastisch gestiegenen Restrukturierungskosten, die mit minus 1,3 Milliarden Euro zu Buche schlugen. Die Umstrukturierung kommt zwar schneller voran als ursprünglich geplant – doch das hat seinen Preis.
Hinzu kommt: Das Geschäft mit Fahrzeugserienlacken, Autoreparaturlacken und Oberflächentechnik wird seit dem 1. Januar 2025 als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen. Die Mehrheit dieses Coatings-Bereichs übernimmt der US-Finanzinvestor Carlyle. Alle genannten Zahlen verstehen sich daher ohne diesen Geschäftsbereich.
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Ein Lichtblick im trüben Bild
Kann der Konzern wenigstens beim Cashflow überzeugen? Tatsächlich ja. Der freie Mittelzufluss verdoppelte sich nahezu – von 700 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro. Damit übertraf BASF nicht nur die eigene Prognose von 0,4 bis 0,8 Milliarden Euro, sondern auch die Analystenschätzungen von 600 Millionen Euro deutlich. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch reduzierte Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Konzernchef Markus Kamieth hatte Ende Oktober eine massive Investitionsdrosselung angekündigt. Selbst der Wachstumsmarkt China bleibt davon nicht verschont: Die Investitionen in den neuen Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang werden nun bei 8,7 Milliarden Euro liegen – 1,3 Milliarden Euro weniger als ursprünglich veranschlagt.
Das Ergebnis nach Steuern stieg derweil von 1,3 Milliarden Euro auf 1,6 Milliarden Euro. Das liegt deutlich über den Erwartungen von 1,2 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist im Wesentlichen die at-equity konsolidierte Beteiligung an Wintershall Dea, die höhere Ergebnisbeiträge lieferte.
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