BASF hat gestern laut Reuters mit Unverständnis auf Evoniks Absage an Übernahmeverhandlungen reagiert. Evonik erklärte in einer Ad-hoc-Mitteilung, nicht über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot verhandeln zu wollen. Möglich sei lediglich ein rein informativer und vertraulicher Austausch.
Evonik will sich als eigenständiges Unternehmen weiterentwickeln. Die Ablehnung von Verhandlungen begründete das Unternehmen mit den vorliegenden Informationen. Das von Reuters mit 24,00 Euro je Aktie bezifferte BASF-Angebot nennt Evonik in seiner Ad-hoc-Mitteilung nicht.
BASF-Vorstandschef Markus Kamieth hatte am Mittwoch gegenüber Reuters erklärt, für eine Übernahme keinen überhöhten Preis zahlen zu wollen.
Übernahmerisiken beschäftigen Analysten
Deutsche Bank Research stufte BASF am Montag von „Buy“ auf „Hold“ herab und senkte das Kursziel von 60 auf 53 Euro. Als Gründe nannte das Analysehaus Unsicherheiten rund um die beabsichtigte Evonik-Übernahme sowie Komplexitäts- und Ausführungsrisiken.
Bernstein Research reduzierte am Donnerstag nach den Quartalszahlen das Kursziel von 61 auf 59 Euro. Die Einstufung „Outperform“ blieb unverändert.
Nach einem Bericht von dpa-AFX vom Mittwoch bewerteten mehrere Analysten den Ausblick auf das Schlussquartal trotz des starken dritten Quartals als enttäuschend beziehungsweise unter den Markterwartungen. Dies wurde als möglicher Grund für den Druck auf die BASF-Aktie genannt.
Höhere Ergebnisprognose nach Umsatzanstieg
BASF hatte am Mittwoch für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 16,4 Milliarden Euro gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach das einem Anstieg um 14 Prozent.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen legte um 15 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr 2026 erhöhte BASF die EBITDA-Prognose auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro.
Die Free-Cashflow-Prognose für 2026 blieb bei 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro.
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