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BASF Aktie: Deutliche Warnung

Die britische Investmentbank Barclays stuft BASF auf 'Underweight' herab und sieht ein Kursziel von 40 Euro. Kritik richtet sich gegen die Bewertung und die China-Strategie des Chemiekonzerns.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Barclays stuft BASF von 'Equal Weight' auf 'Underweight'
  • Kursziel von 40 Euro signalisiert 18 Prozent Rückschlagpotenzial
  • Kritik an überhöhter Bewertung und schwachen Gewinnerwartungen
  • China-Engagement und steigende CO₂-Kosten als Risikofaktoren

Trotz eines freundlichen Jahresauftakts ziehen dunkle Wolken über der BASF-Aktie auf. Die britische Investmentbank Barclays hat die Euphorie der letzten Wochen jäh gebremst und den Chemiekonzern von „Equal Weight“ auf „Underweight“ herabgestuft. Während das Papier seit Jahresbeginn fast 10 Prozent zulegen konnte, warnen die Analysten nun vor einer Täuschung: Der Anstieg sei weniger operativer Stärke, sondern vor allem der Eindeckung von Leerverkäufen geschuldet.

Bewertung fernab der Realität?

Barclays sieht das faire Kursziel für den DAX-Konzern lediglich bei 40 Euro. Gemessen am aktuellen Kurs von 49,02 Euro entspräche dies einem Rückschlagpotenzial von rund 18 Prozent. Die Analysten argumentieren, dass die Bewertung der Aktie den historischen Rahmen gesprengt hat.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 liegt das Papier deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 13. Diese Prämie erscheint den Experten angesichts der schwachen Gewinnerwartungen nicht gerechtfertigt. Besonders das vierte Quartal könnte sich als das schwächste Schlussquartal seit einem Jahrzehnt entpuppen und die Stimmung weiter trüben.

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Skepsis gegenüber China-Strategie

Der eigentliche Kern der Kritik richtet sich jedoch gegen das China-Engagement, lange Zeit ein Hoffnungsträger des Konzerns. Barclays blickt mit Sorge auf den neuen Verbundstandort in Zhanjiang. Dieser fahre seine Kapazitäten in einem sich rapide verschlechternden Marktumfeld hoch. Experten prognostizieren, dass der Standort bei voller Auslastung lediglich 200 bis 300 Millionen Euro zum operativen Ergebnis (EBITDA) beisteuern wird – weit entfernt vom Unternehmensziel von über einer Milliarde Euro.

Als warnendes Beispiel dient das Joint Venture in Nanjing. Die Erträge dieses einst profitablen Standorts sind von 675 Millionen Euro im Jahr 2021 auf zuletzt nur noch 2 Millionen Euro zusammengeschmolzen. Hinzu kommen strukturelle Belastungen in Europa: Durch Änderungen im EU-Emissionshandel könnten die CO₂-Kosten für BASF bis 2034 auf über eine Milliarde Euro jährlich ansteigen.

Zahlenwerk schafft Klarheit

Die Diskrepanz zwischen der aktuellen Marktbewertung und der fundamentalen Skepsis von Barclays wird sich schon bald am harten Zahlenwerk messen lassen müssen. Am 27. Februar 2026 legt BASF die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vor. Anleger werden dann sehen, ob die operative Schwäche tatsächlich so gravierend ausfällt, wie von den Analysten befürchtet, oder ob der Konzern die Erwartungen stabilisieren kann.

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Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

Mit seiner Expertise unterstützt er Anleger dabei, die Chancen des Kapitalmarkts systematisch und langfristig zu nutzen – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.

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