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Symbolbild, KI-generiert

BASF Aktie: China entscheidet alles

BASF-Aktie erreicht 52-Wochen-Hoch, doch die anstehenden Wirtschaftsdaten aus China und die lokalen Energiekosten stellen die Rallye auf die Probe.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch
  • Sinkende Rohölpreise entlasten Margen
  • Hohe lokale Energiekosten belasten weiter
  • Chinesische BIP-Daten als nächster Test

Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen hat eine bemerkenswerte Woche hinter sich — die Aktie erreichte zuletzt ein neues 52-Wochen-Hoch bei 54,70 Euro, ein Plus von über 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch der eigentliche Test steht erst noch bevor.

Entlastung an der Kostenseite

Ein wichtiger Rückenwind für BASF kommt derzeit vom Ölmarkt. Die Rohölsorte Brent fiel zuletzt deutlich von 111 auf unter 95 US-Dollar pro Barrel — eine Entwicklung, die die Margen im energieintensiven Chemiegeschäft stützen könnte.

Allerdings bleibt das Bild ambivalent. In Deutschland liegt die Inflationsrate auf einem Zwei-Jahreshoch von 2,7 Prozent, die Energiepreise legten im Jahresvergleich um 7,2 Prozent zu. Sinkende Weltmarktpreise treffen also auf anhaltend hohe lokale Erzeugerkosten — ein Spannungsfeld, das die Marge weiter unter Druck hält.

Hinzu kommt das Thema Überkapazitäten: In der globalen Petrochemie beobachten Investoren, ob ein mögliches Überangebot die Preissetzungsmacht von BASF beschneidet. Die Bank of America stufte Konkurrent LyondellBasell zuletzt genau wegen dieser Sorgen herab.

Die Woche, die zählt

Am Donnerstag, den 16. April, veröffentlicht China seine BIP-Daten für das erste Quartal — die Prognose liegt bei 5,0 Prozent Wachstum, die Industrieproduktion soll um 5,9 Prozent zulegen. Als einer der bedeutendsten Absatzmärkte der chemischen Industrie weltweit dürften diese Zahlen die Stimmung im Sektor maßgeblich prägen.

Bereits am Montag konkretisiert sich die Lage in der Automobilindustrie, einem weiteren Schlüsselkunden von BASF: Volkswagen veröffentlicht Auslieferungszahlen, Mercedes-Benz und Porsche halten ihre Pre-Close Calls ab. Am Dienstag folgen die US-Erzeugerpreise, die weitere Hinweise auf die globale Preisdynamik liefern.

Enttäuschen die chinesischen Wachstumsdaten, dürfte die jüngste Rallye — die Aktie liegt seit Jahresbeginn rund 22 Prozent im Plus — schnell auf ihre Belastbarkeit getestet werden.

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