Der US-Energiekonzern Cheniere Energy hat am vergangenen Mittwoch den Einsatz einer spezialisierten Reinigungstechnologie von BASF an seinem Standort in Corpus Christi, Texas, gestartet. Die Inbetriebnahme der sogenannten Durasorb-LNG-MAX-Technologie markiert einen operativen Fortschritt in der Zusammenarbeit beider Unternehmen im Bereich der Erdgasverarbeitung.
Während die Technologie im US-Bundesstaat Texas nun für die Aufbereitung von Flüssigerdgas (LNG) eingesetzt wird, blickt der Chemiekonzern in Ludwigshafen auf ein insgesamt dynamisches Geschäftsjahr.
Operative Erfolge und angehobene Ziele
Die Anwendung in den USA unterstreicht die technologische Positionierung von BASF bei der Bereitstellung von Lösungen für den globalen Energiemarkt. Die Technologie dient dazu, Verunreinigungen effizient aus dem Gasstrom zu entfernen, was für die anschließende Verflüssigung und den Export von Erdgas entscheidend ist.
Solche Spezialanwendungen ergänzen das breite Portfolio des Konzerns, der sich in der ersten Jahreshälfte wirtschaftlich robuster zeigte als ursprünglich erwartet.
Infolge der positiven Entwicklung im zweiten Quartal hatte BASF Mitte Juli die Prognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Der Vorstand erwartet nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen in einer Spanne von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro.
Zuvor lag der Zielwert zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte im zweiten Jahresviertel laut Unternehmensangaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro.
Kapitalmaßnahmen und Portfoliobereinigung
Parallel zur operativen Entwicklung treibt BASF die Rückführung von Kapital an die Aktionäre voran. Anfang August startete die zweite Phase des aktuellen Aktienrückkaufprogramms, das ein Gesamtvolumen von bis zu 1,0 Milliarde Euro umfasst. Diese Maßnahme soll bis Ende April 2027 abgeschlossen sein.
Ergänzt wird die Strategie durch Deinvestitionen in Randbereichen: Bereits im Juni genehmigte die EU-Kommission den Verkauf der Lacke-Sparte an den Finanzinvestor Carlyle. Die Genehmigung erfolgte unter der Auflage, dass Carlyle im Gegenzug das Polysulfid-Geschäft von Nouryon veräußert.
An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt volatil. Am vergangenen Freitag gab die Aktie um 2,1 Prozent nach und schloss bei 52,12 Euro. Trotz dieser kurzfristigen Schwankung weist der Wert seit Jahresbeginn eine positive Bilanz auf und konnte in diesem Zeitraum um 17 Prozent zulegen.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das Mitte April bei 55,05 Euro markiert wurde, beträgt derzeit minus 5,3 Prozent. Investoren bewerten derzeit vor allem die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung und die Effizienz der laufenden Kapitalmaßnahmen.
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