Der weltweite Ausverkauf bei KI- und Halbleiterwerten belastete am Freitag den deutschen Aktienmarkt. In diesem Umfeld verlor BASF 2,9% und gehörte zu den deutlich gefallenen DAX-Werten. Zugleich stehen die Ablehnung des Übernahmeangebots durch Evonik und eine Kurszielanhebung der LBBW im Blick.
LBBW hebt Kursziel leicht an
Die LBBW erhöhte am Mittwoch ihr Kursziel für BASF von 56 auf 57 Euro. Die Einstufung „Halten“ bestätigte das Analysehaus. Damit änderte die höhere Zielmarke nichts an der grundsätzlichen Bewertung der Aktie durch die Analysten.
Bei den Übernahmeplänen blieb Evonik auf Distanz: Interimschef Claus Rettig bekräftigte am Donnerstag gegenüber der FAZ die Ablehnung des BASF-Angebots. Evonik wolle eigenständig bleiben. Bereits am 30. Oktober hatte der Vorstand entschieden, keine Verhandlungen über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot aufzunehmen. Einen vertraulichen, rein informativen Austausch hielt Evonik weiterhin für möglich.
Reuters berichtete am Donnerstag über anhaltend schwache Nachfrage, hohe Energiekosten und zunehmenden Regulierungsdruck in der europäischen Chemiebranche. Lanxess-Chef Matthias Zachert bezeichnete BASFs Übernahmevorstoß bei Evonik dabei als Folge des schwierigen Marktumfelds.
Höhere Preise treiben den Umsatz
BASF meldete am 28. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent. Der Umsatz erreichte 16,4 Milliarden Euro.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 15 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Den Umsatzanstieg führte BASF hauptsächlich auf höhere Preise zurück. Diese legten um 12 Prozent zu, während die Mengen um 2 Prozent stiegen.
Zudem setzte BASF das Aktienrückkaufprogramm fort. Vom 26. bis einschließlich 30. Oktober kaufte das Unternehmen rund 355.000 eigene Aktien zurück. Seit dem Programmstart am 3. August summierten sich die Rückkäufe bis einschließlich 30. Oktober auf rund 7,6 Millionen Aktien.
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