Der Chemiekonzern sendet derzeit gemischte, für Anleger jedoch durchaus positive Signale. Während das operative Geschäft unter Währungseffekten und Preisdruck leidet, sorgen ein konsequentes Aktienrückkaufprogramm und ein unerwartet starker Free Cash Flow für Auftrieb. Die Aktie konnte sich in den letzten Wochen deutlich erholen, doch ist diese Entwicklung angesichts sinkender Umsätze nachhaltig?
Die wichtigsten Fakten:
- Aktueller Kurs: 50,96 €
- Performance 30 Tage: +13,83%
- Free Cash Flow 2025 (vorläufig): 1,3 Mrd. € (Erwartung: 0,6 Mrd. €)
- Aktienrückkauf: Über 12 Mio. Stück seit November 2025 erworben
- Nächster Termin: 27. Februar 2026 (Geschäftsbericht)
Rückkaufprogramm als Kurstreiber
Ein wesentlicher Stützpfeiler der jüngsten Kursentwicklung ist das laufende Aktienrückkaufprogramm. Wie aus dem 14. Zwischenbericht hervorgeht, erwarb das Unternehmen allein in der ersten Februarwoche (2. bis 6. Februar 2026) weitere 105.470 eigene Anteile. Der Durchschnittspreis bewegte sich dabei in einer Spanne von 46,01 bis 46,63 Euro.
Seit dem Start der Maßnahme im November 2025 nahm BASF bereits über 12 Millionen Aktien vom Markt. Diese Verknappung des Angebots trifft auf eine derzeit freundliche Stimmung, was sich im Chart widerspiegelt: Auf Monatssicht verzeichnet das Papier ein Plus von knapp 14 Prozent.
Spardisziplin schlägt Umsatzschwäche
Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 offenbaren die aktuelle Strategie des Managements: Effizienz vor Wachstum. Zwar sank der Umsatz auf voraussichtlich 59,7 Milliarden Euro und das bereinigte EBITDA verfehlte mit 6,6 Milliarden Euro knapp die Erwartungen. Dennoch gelang dem Konzern eine positive Überraschung beim Free Cash Flow.
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Mit 1,3 Milliarden Euro lag dieser Kennwert mehr als doppelt so hoch wie die Analystenschätzung von 0,6 Milliarden Euro. Ursächlich hierfür ist eine strikte Investitionszurückhaltung. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wurden im Vergleich zum Vorjahr drastisch von 6,2 auf 4,3 Milliarden Euro gekürzt. Das Nettoergebnis profitierte zudem von Sondererträgen aus der Wintershall-Dea-Beteiligung und erreichte 1,6 Milliarden Euro.
Analysten bleiben uneins
Die Bewertung der Lage fällt an der Börse unterschiedlich aus. Während Bernstein Research die Kaufempfehlung bestätigt und das Potenzial der Kostensenkungen betont, bleiben andere Häuser skeptisch. JPMorgan hält an der Einstufung „Underweight“ fest, und auch AlphaValue senkte das Rating zuletzt auf „Reduce“. Die Skepsis begründet sich meist in den strukturellen Herausforderungen und den sinkenden Margen im Kerngeschäft.
Am 27. Februar 2026 wird BASF den vollständigen Geschäftsbericht vorlegen. Entscheidend für die weitere Kursrichtung wird dann nicht mehr der Rückblick auf 2025 sein, sondern der konkrete Ausblick auf das laufende Jahr und die Frage, ob die Investitionsbremse das zukünftige Wachstum gefährdet oder die Profitabilität nachhaltig sichert.
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