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BASF Aktie: Agrarsparte vor Mega-Bewertung

BASF treibt Teilbörsengang der Agrarsparte voran. Analysten taxieren den Wert des Geschäfts mit Saatgut und Pflanzenschutz auf 20 bis 30 Milliarden Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Agrarsparte soll 20-30 Mrd. Euro wert sein
  • Nur Minderheitsanteil wird platziert
  • IPO frühestens im zweiten Quartal 2027
  • Bankenauswahl bis Herbst 2026 geplant

BASF nimmt den geplanten Teilbörsengang seiner Agrarsparte konkreter in Angriff. Für das Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut zeichnet sich eine Bewertung ab, die viele überraschen dürfte: Zwischen 20 und 30 Milliarden Euro soll die Sparte wert sein. Das wirft ein neues Licht darauf, wie sehr dieser Konzernteil den Gesamtwert von BASF bislang mitträgt.

Ein Sechstel des Umsatzes, die Hälfte des Werts

Die Zahlen dahinter sind bemerkenswert. Die Agrarsparte erwirtschaftet nur etwa ein Sechstel des BASF-Konzernumsatzes von knapp 60 Milliarden Euro. Trotzdem könnte sie am Ende mehr als die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung des gesamten Unternehmens auf die Waage bringen.

Diese Diskrepanz erklärt sich aus der Marktstellung: BASF gilt im Bereich Saatgut und Pflanzenschutz als weltweit führend. Ein separat gehandelter, hochprofitabler Nischenspieler wird an der Börse in der Regel anders bewertet als ein Segment innerhalb eines breit diversifizierten Chemiekonzerns.

Nur ein Minderheitsanteil geplant

Komplett von der Hand geben will BASF das Geschäft nicht. Vorgesehen ist lediglich die Platzierung eines Minderheitsanteils an der Frankfurter Börse, dessen genaue Größenordnung noch offen ist. Der Konzern hat die Sparte bereits aus dem operativen Verbund herausgelöst — ein erster struktureller Schritt vor dem eigentlichen Börsengang.

Der Zeitplan bleibt bislang unbestimmt und hängt nach Unternehmensangaben von der Verfassung der Kapitalmärkte ab. Als wahrscheinlichster Zeitraum gilt aktuell das zweite Quartal 2027, ein Debüt bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 ist aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Bis zum Herbst dieses Jahres sollen die begleitenden Investmentbanken feststehen — BASF selbst bestätigte, bereits mehrere Finanzinstitute kontaktiert zu haben.

Für den Gesamtkonzern wäre ein Teil-IPO in dieser Größenordnung ein strategischer Befreiungszug von erheblicher Tragweite: Es würde nicht nur Kapital freisetzen, sondern auch den tatsächlichen Wert der Agrarsparte erstmals sichtbar am Markt spiegeln — losgelöst von der Bewertung des restlichen Chemiegeschäfts. Bis zur endgültigen Auswahl der Banken im Herbst dürfte sich zeigen, wie ernst es BASF mit dem ambitionierten Zeitplan meint.

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Diskussion zu BASF

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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