Startseite » Chemie » BASF Aktie: Agrar-Börsengang bis Mitte 2027 geplant
Symbolbild, KI-generiert

BASF Aktie: Agrar-Börsengang bis Mitte 2027 geplant

BASF treibt die Ausgliederung der Agrarsparte voran. Der Börsengang von Agricultural Solutions ist für Mitte 2027 geplant.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hauptversammlung stimmt Ausgliederung zu
  • Börsengang bis Mitte 2027 geplant
  • Neues Management für Agrargeschäft
  • Externe Faktoren belasten Quartalsergebnis

Die Aktionäre haben grünes Licht gegeben. Auf der Hauptversammlung Ende April billigte BASF die formelle Ausgliederung der Agrarsparte — ein zentraler Schritt auf dem Weg zum geplanten Börsengang von Agricultural Solutions.

Eintragung im Juli, Börsengang bis Mitte 2027

CFO Dirk Elvermann erläuterte den sogenannten Hive-down-Vertrag zwischen der BASF SE und der BASF Agricultural Solutions Deutschland GmbH. Die Transaktion überführt das deutsche Agrargeschäft inklusive rund 2.500 Mitarbeitern in Ludwigshafen und Limburgerhof in eine rechtlich eigenständige Tochtergesellschaft. Der Vertrag wurde notariell im März 2026 beurkundet. BASF erwartet die Eintragung ins Handelsregister für Anfang Juli — rückwirkend zum 1. Januar 2026.

Danach geht es zügig weiter. Bis Mitte 2027 soll Agricultural Solutions börsenreif sein. Als Handelsplatz hat BASF die Frankfurter Wertpapierbörse im Blick. Die Sparte soll als eigenständige Europäische Aktiengesellschaft (SE) an den Markt gehen. BASF bleibt Mehrheitsaktionär.

Die Agrarsparte erzielte 2024 einen Umsatz von 9,8 Milliarden Euro. Marktbeobachter schätzen den Gesamtwert auf rund 20 Milliarden Euro.

Neues Management, laufende IT-Migration

Seit dem 1. Mai 2026 steuert ein neues Management Board das Agrargeschäft. Livio Tedeschi leitet das Segment Agricultural Solutions als frisches Vorstandsmitglied. Mary Kurian verantwortet parallel dazu Petrochemikalien, Intermediate sowie weitere Segmente.

Die rechtliche Ausgliederung läuft parallel zur Einführung eines neuen ERP-Systems. In Nordamerika ist der Übergang bereits abgeschlossen. Für alle übrigen Regionen plant BASF den Abschluss bis Anfang 2027.

Geopolitik drückt auf die Marge

Das erste Quartal 2026 zeigt, wie stark externe Faktoren das Agrargeschäft belasten. Agricultural Solutions verbuchte zwar robuste Absatzmengen, aber Währungsgegenwind und die Folgen des Nahostkonflikts schmälerten die Ergebnisse. Das Management betont, die Sparte liege dennoch „im Plan“.

Für den Gesamtkonzern gilt: Der Umsatz sank im ersten Quartal auf 16,02 Milliarden Euro — 488 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Das EBIT stieg hingegen auf 1,261 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie kletterte von 0,91 auf 1,06 Euro.

Die Jahresprognose 2026 steht. BASF hält am EBITDA-Ziel von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro fest und erwartet einen Free Cashflow zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro.

Die BASF-Aktie notiert aktuell bei 51,19 Euro — rund 14 Prozent im Plus seit Jahresbeginn. Damit bleibt der Kurs klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 46,70 Euro, auch wenn das April-Hoch von 54,70 Euro noch nicht wieder in Reichweite ist.

Anzeige

Stand heute, 23. Oktober: BASF – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in BASF investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 23. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

BASF: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu BASF

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/